Fusion HSV/SSV soll Weg in Oberliga frei machen

HSV-Fußballchef Harald Kröner,
HSV-Fußballchef Harald Kröner,
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Schon zweimal hat es in der Vergangenheit Bemühungen gegeben, den Fußball-Landesligisten Hasper SV und den aktuellen Kreisliga-Spitzenreiter SSV Hagen zu fusionieren. Nach den beiden vergeblichen Anläufen soll die Gründung eines neuen Hagener Großvereins, da sind sich die Verantwortlichen einig, im dritten Versuch nun erfolgreich umgesetzt werden.

„Es geht dabei ja nicht nur um Haspe oder den SSV, sondern um den gesamten Hagener Fußball“, sollen laut Haspes 1. Vorsitzendem Harald Kröner (Bild) „die Kräfte in der Leistungsspitze gebündelt werden. Wir wollen nach oben etwas bewegen. Die Oberliga sollte bei so einem Projekt mittelfristig schon das Ziel sein.“ In den vergangenen zwei Jahren hat der HSV den finanziellen Aufwand für seinen Landesliga-Kader deutlich zurückgefahren. „Wir haben nun eine Schmerzgrenze erreicht, an der es nicht mehr selbstverständlich ist, das sportliche Niveau auf ewig so zu halten“, so Kröner, dessen Team aktuell einen respektablen sechsten Tabellenplatz belegt. Dass die Gründung eines neuen Großvereins mit vier bis fünf Senioren- sowie etlichen Jugendmannschaften sportlich und wirtschaftlich sinnvoll ist, bestätigt auch SSV-Fußballchef Dietmar Paulsen. „Das ist natürlich ein Thema, das angegangen werden muss. Wir freuen uns zunächst einmal, dass der SSV wieder in den Fokus gerückt ist. Dafür haben wir in den letzten Jahren viel gekämpft.“

Zwei Gesprächsrunden zwischen den beiden Vereinen haben bislang stattgefunden - ergebnisoffen, wie beide Seiten bestätigen. Die nächste ist schon für den 30. Dezember terminiert, denn der Zeitplan für eine mögliche Fusion zur kommenden Spielzeit ist eng getaktet und mit vielen Meilensteinen versehen. Im Januar müssten in beiden Vereinen außerordentliche Mitgliederversammlungen abgehalten werden, ein Feinkonzept erarbeitet, Arbeitsgruppen gebildet und Experten insbesondere für rechtliche und finanzielle Fragestellungen hinzugezogen werden. Im März müssten dann sämtliche Unterlagen beim Fußballverband eingereicht werden. „Diese Planung ist sehr ambitioniert“, bekräftigt Paulsen, dass eine Fusion erst dann sinnvoll ist, wenn die Eckpfeiler geklärt sind: „Das wichtigste ist, dass am Ende alles auf rundum gesunden Beinen steht.“