Für spannendes Saisonfinale gesorgt

Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - Borussia Dröschede
Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - Borussia Dröschede
Foto: WP

Hohenlimburg..  Der 28. Spieltag der Fußball-Landesliga verlief nicht unbedingt für den SV Hohenlimburg 1910. Ein Punkt im Heimspiel gegen Borussia Dröschede (0:0) könnte in der Endabrechnung zu wenig sein – für beide Mannschaften.

Vom Papier her haben die Dröscheder das leichteste Restprogramm der Konkurrenten um Platz zwei, der ja bekanntlich zum direkten Aufstieg in die Westfalenliga berechtigt. Am kommenden Sonntag erwarten die Borussen SV Hüsten 09 auf der Emst. Die Arnsberger haben mit der Heimniederlage gegen FSV Werdohl am Wochenende (0:3) wohl eine große Chance vertan, die Liga doch noch zu halten. Am letzten Spieltag gastieren die Iserlohner beim SV Attendorn. Dieser braucht auch noch Punkte, um letzte Zweifel am Klassenerhalt auszuräumen.

„Wir haben keinen Dreier abgegeben, dann wäre es gelaufen. Nach dem 0:0 sind wir noch im Rennen“, sagte SV 1910-Coach Roman Reichel nach am Abpfiff am Sonntag. Wohl wissend, dass er auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen muss. Denn am kommenden Sonntag dürfen die Zehner nur zuschauen, denn sie haben aufgrund des Rückzuges von Preußen Borghorst spielfrei.

Keiner hat gejubelt

Gejubelt hat jedenfalls am Sonntag um 16.50 Uhr im Kirchenbergstadion niemand, zumal die SG Finnentrop/Bamenohl beim 5:1 gegen SF Siegen II kräftig etwas für das Torverhältnis getan hat. Das könnte ebenfalls am Saisonende entscheidend sein.

Wieso hat es gegen Dröschede nicht funktioniert? Zunächst standen natürlich zwei starke Teams auf dem Platz. Defensiv kann man den Hohenlimburgern keinen Vorwurf machen, zumal sie kaum Tormöglichkeiten zuließen. Der beste Schütze der Landesliga, Arif Et, war bei Saffet Davulcu gut aufgehoben, er war völlig abgemeldet.

Aber auch die Dröscheder waren natürlich im Bilde, dass der Zehner Kapitän David Kerefidis in den vergangenen vier Spielen achtmal erfolgreich war. Er erhielt ebenfalls kaum Freiräume.

Was der Spielführer für den Verein und seine Mannschaft leistet, ist ihm hoch anzurechnen, zumal Kerefidis seit Wochen mit Schmerzen im Knie spielt. „Eigentlich kann ich ihn nicht 90 Minuten auf dem Feld lassen. Aber ich habe keinen anderen“, so Roman Reichel.

Nach dem Ausfall von Nik Kunkel fehlte natürlich eine Alternative, die den Zehnern gestern gut getan hätte. Es war einmal mehr zu beobachten, dass vorne einfach ein echter Knipser fehlt. Aber hätte, hätte, Fahrradkette. Zu ändern ist das nicht mehr.

Egal, wie die Saison jetzt zu Ende geht – unterm Strich hat der SV Hohenlimburg 1910 eine klasse Rückrunde gespielt und die Ausfälle wichtiger Spieler gut verkraftet – ein Zeichen, dass die Mannschaft noch enger zusammengerückt ist. Acht Siege, drei Remis und zwei Niederlagen stehen zu Buche, was 27 Punkte ausmacht. Das haben auch die Zuschauer honoriert, denn am Sonntag waren immerhin mehr als 600 Schaulustige im Kirchenbergstadion. Natürlich kamen auch viele aus Dröschede, „aber es waren Leute da, die ich seit Jahren nicht gesehen habe“, so ein regelmäßiger Zaungast des SV Hohenlimburger 1910.

Hohenlimburger Zaungäste

Am kommenden Wochenende werden Trainer und Akteure wohl Zuschauer in Dröschede (gegen Hüsten) oder in Meschede (gegen Finnentrop/Bamenohl) sein. Am letzten Spieltag der Saison am 14. Juni gastieren die Zehner beim SV Hüsten 09. Das Saisonfinale kann spannender nicht sein...