FC Wetter erfüllt die Aufstiegs-Mission vorzeitig

Foto: Valentin Dornis
Was wir bereits wissen
Mit einem 3:0-Sieg gegen die SG Hemer sicherte sich die Mannschaft den ersten Landesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte schon drei Spieltage vor Schluss.

Hemer..  Am Ende gab es kein Halten mehr: Spieler, Betreuer und Anhänger des FC Wetter liefen schon während des Schlusspfiffs auf den Rasen und feierten ausgelassen. Denn der FC Wetter ist mit einem 3:0-Sieg gegen die SG Hemer vorzeitig in die Fußball-Landesliga aufgestiegen.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, lautete die Aufschrift auf dem T-Shirt von Trainer Marco Slupek. Kein Wunder: Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Fatih Esbe und einem großen Betreuerstab schrieb er Vereinsgeschichte. Denn der FC Wetter konnte in den 105 Jahren seines Bestehens noch nie eine Mannschaft in die Landesliga schicken.

Dass das nun schon drei Spieltage vor Schluss gelang, sorgte für einige Erleichterung beim FC. Das war nach dem Tor zum 1:0 zu spüren: In der 53. Minute brachte Franklin Enow sein Team in Führung und die ersten Ersatzspieler liefen schon zum Jubeln auf das Feld. Zuvor hatte es in der ersten Hälfte einen offenen, aber torlosen Schlagabtausch mit der SG Hemer gegeben. Beide Mannschaften gingen die Partie offensiv an, in der 7. Minute hatte Saverio Amoroso die erste Schusschance für die Wetteraner. Auf der anderen Seite sorgte ein Torschuss der SG Hemer erst für Jubel der Gastgeber, doch es war eine optische Täuschung: Der Ball hatte nur von Außen im Tornetz gezappelt.

Ähnlich ging es weiter, beide Mannschaften hatten einige Torchancen – leisteten sich aber auch immer wieder Fehlpässe und Ballverluste vor allem im Mittelfeld. So ging es mit einem torlosen 0:0 in die Pause, einem Ergebnis, das dem FC Wetter theoretisch schon zum Aufstieg gereicht hätte.

Doch das Risiko war dem Slupek-Team wohl zu groß, es spielte weiter auf Sieg. Nach dem Treffer zum 1:0 gab es ein kleines Tänzchen an der Eckfahne, und diesen Schwung nahm Wetter mit. Immer wieder stürmte der FC nach vorne, oft über den schnellen Enow auf der rechten Außenbahn. In der 75. Minute hätte Dogan die Führung per Kopf ausbauen können, traf aber nicht. Das holte er fünf Minuten später nach: Es gab einen Elfmeter für Wetter, Dogan trat an und schickte den Torwart in die falsche Ecke – 2:0. Nun schien der Aufstieg so nahe, dass der ein oder andere FC-Spieler schon nervös wurde, doch Hemer konnte daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Weil die Gastgeber weiter offensiv auftraten, taten sich hinten Lücken auf, die der FC Wetter schließlich durch Kapitän Burak Aygün zum 3:0 ausnutzen konnte (86.).

Bei der ausgelassenen Feier nach dem Abpfiff gab es Bier- und Sektduschen für jeden, der in der Nähe war – auch mitgereiste Fans konnten den ausgelassenen Spielern nicht entkommen. Die hatten ihren Spaß, so auch Thomas Ludwig: „Das ist mein erster Aufstieg, und es ist einfach geil.“