Favorit Eintracht Hagen holt sich die Krone

Stadtmeisterschaft Handball in Hohenlimburg
Stadtmeisterschaft Handball in Hohenlimburg
Foto: WP

Hohenlimburg..  Favoritensieg bei der 2. Auflage der Hagener Handball-Stadtmeisterschaften: Mit der Reserve des VfL Eintracht Hagen setzte sich das ranghöchste Team eindeutig durch, trat das Oberliga-Kellerkind somit die Nachfolge des diesmal nur mit seiner zweiten Mannschaft angetretenen TuS Volmetal an und nahm den vom Autohaus Heider gestifteten Wanderpokal in Empfang. Die Schützlinge von Rainer Hantusch erweisen sich auch ohne ihren noch angeschlagenen Spielmacher Katsigiannis als das technisch versierteste und dynamischste Team und sammelte mit vier glatten Erfolgen ein wenig Selbstvertrauen für den harten Kampf um den Klassenverbleib. Überraschend konnte sich der Bezirksliga-Tabellenzweite DJK GW Emst den zweiten Platz sichern und gleich zwei Landesligisten hinter sich lassen.

Terminplan durcheinander

Der ursprüngliche Turnierplan wurde tüchtig durcheinander gewirbelt, weil Bezirksligist Halden-Herbeck absagte. Neben der verlängerten Spielzeit auf 25 Minuten gab es auch mehr Pausen zwischen den Spielen, so dass der Zeitplan auch bei Verletzungsunterbrechungen problemlos eingehalten wurde, ja sogar unterboten werden konnte. Gastgeber HSG Hohenlimburg, Tabellenzweiter der Landesliga, sollte eigentlich gegen den klassentieferen TuS 03 Hagen starten, doch der neue Plan sah sofort das vermutete „Endspiel“ gegen Eintracht Hagen II vor – ein ohne Dario Goebels, Philipp Wittke und den erst später zum Team stoßenden Patrick Arlt eine unlösbare Aufgabe. Und schon rasch zeichnete sich ein Klassenunterschied an, auch wenn Niklas Strohhammer die HSG in Front brachte. Nach dem 1:4 verkürzte die Simec-Sieben zwar auf 3:4, aber nach Güntners Siebenmeter-Fehlwurf ging es rückwärts. Immer wieder konterte der defensiv gut arbeitende VfL nach Ballgewinnen pfeilschnell, musste nur selten im aufgebauten Angriff seine Chance suchen. Vor allem Linksaußen Jan Wilhelm war bestens aufgelegt und steuerte zum 13:5 einen Hattrick bei. Pech für die Hausherren: der agile Strohhammer zog sich nach einem Lütgenau-Foul einen Pferdekuss zu und fiel für den Rest des Turniers aus.

Ebenso torreich wie spannend ging es im Prestigeduell zwischen Landesliga-Neuling TuS Volmetal II, der sein Auftaktmatch gegen den stark ersatzgeschwächten TuS 03 Hagen locker mit 18:12 gewonnen hatte, und dem im Vorjahr noch klassenhöheren Bezirksliga-Spitzenteam aus Emst. Die Truppe von Jörg Walter präsentierte sich äußerst spielfreudig und kam sowohl aus dem aufgebauten Angriff über Michel Bojda und Spielmacher Lukas Wetzel als auch über den konterstarken Frederik Altenbeck immer wieder zu Torerfolgen. Die TuS-Reserve glich zwar einen deutlichen Rückstand zum 14:14 aus, aber in der Endphase waren die Grün-Weißen trotz einiger vergebener Großchancen stärker und deuteten mit dem 20:17 ihre Ambitionen auf eine Topplatzierung an. Auch im Match gegen die VfL-Zweite verblüfften die Emster mit Tempohandball und hoher Treffsicherheit, lagen nach 12 Minuten völlig unerwartet mit 13:11 in Front. Die Eintrachtler, die übrigens in jedem Match Anlaufprobleme hatten, sorgten dann mit einer Sechser-Serie zum 17:13 für die Wende und machten mit einem mühelosen 21:8 über den TuS 03 schon vor ihrer letzten Partie gegen Volmetal II, die sie nach 1:5-Rückstand (8.) ebenfalls noch hoch mit 15:8 gewannen, den Turniersieg perfekt.

Verletzung nur ein Krampf

Und was machten die Hausherren? Sie wahrten trotz ausgesprochen schwacher Leistung mit einem 15:9 über den TuS 03 ihre Chancen auf Rang zwei, die sie noch erhöhten, als ihnen im Landesliga-Duell ein 16:12 über die nach dem 12:8 bis auf ein Tor zum 12:13 verkürzenden Volmetaler gelang. Also ging es im finalen Match vor inzwischen vollen Tribünen in der Rundturnhalle gegen Emst um den zweiten Platz. Doch so ganz waren die Hohenlimburger nicht bei der Sache. Viele Abspielfehler, wenig Struktur im Aufbau, zudem eklatante Fehlwürfe von Tolksdorf und Arlt – es lief bis auf die Phase, als aus dem 1:5 ein 5:6 wurde, so gut wie nichts zusammen. Emst eilte auf Altenbecks Wurf ins leere Tor auf 13:7 davon, der abschließende HSG-Dreierpack zum 13:16-Endstand war nur Ergebniskosmetik. Zum Glück erwies sich die Verletzung, die der beste HSG-Akteur Sebastian Marks beim letzten Torwurf erlitt, nur als Krampf. „Man muss zugeben, dass unsere Generalprobe für das Duell mit Schwitten missglückt ist. Mit der Einstellung einiger Akteure war ich nicht zufrieden. Aber letztlich zählt für uns nur der kommende Samstag“, kommentierte Trainer Simec.