Faustballer können auch volley schlagen

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Hagen..  Leistungen hui, Wetter pfui – auf diese kurze Formel ließe sich das Maib(l)ock-Turnier des TuS Halden-Herbeck wohl bringen, hätten nicht die sportlichen Darbietungen der Volleyballer durch die Bank dafür gesorgt, dass alle klimatischen Kapriolen komplett in den Hintergrund rückten. Hochspannung gab es vor allem im Sand.

Dabei mussten die Aktiven vor allem am Samstag tatsächlich einiges aushalten. Als um 13 Uhr die ersten Partien angepfiffen wurden, legte sich ein graues Regenband über die Anlage „Im Alten Holz“ und sorgte zudem dafür, dass die Temperaturen in den einstelligen Bereich purzelten. „Da müssen wir, vor allem bei den Rasen-Teams, ganz tief unseren Hut ziehen, dass trotzdem mit so viel Einsatz und sportlicher Klasse um jeden Ball gefightet wurde“, zollte Chef-Organisator Markus Bürger den wetterharten Spielerinnen und Spielern großen Respekt. Vom Veranstalter gab es Glühwein, um Erfrierungen vorzubeugen.

Am besten mit den Widrigkeiten kam auf Rasen, etwas überraschend, das Faustball-Team des TSV Hagen 1860/Tus Halden-Herbeck zurecht – die Faustballer um die Ex-Nationalspieler Dirk Schachtsiek und Andreas Schmitz bewiesen, dass sie das Spiel auch dann beherrschen, wenn der Ball zwischendurch nicht aufspringen darf. Während dieser oberste Podestplatz nicht unbedingt erwartet worden war, wurde der VfL Marburg seiner Stellung als herausragendes Team der letzten Jahre erneut gerecht. Die Marburger sicherten sich nicht nur den Titel im Beach-Mixed, auch bei den Beach-Damen ging der erste Platz an die Gäste aus Hessen.

Während in diesen Konkurrenzen die Siege recht deutlich ausfielen, spielten sich bei den Beach-Herren wieder Dramen ab. Von den insgesamt sechs Spielen in Viertel- und Halbfinale endeten vier Partien mit nur einem Punkt Differenz. Prominentestes Opfer war, fast schon traditionell, Freddy Beyrich, der somit mindestens ein weiteres Jahr auf seinen ersten so heiß ersehnten Maiblocktitel warten muss. Mindestens ebenso bitter schmeckte die Niederlage dem Haldener Duo Bürger/Tobi Kneiphoff, die den späteren Siegern ebenfalls mit einem Punkt Differenz unterlagen.

Die besten Nerven und größten Kraftreserven hatten am Ende Steffen Eustergerling und Hans-Peter Ludwig (Concordia/RE Schwelm), die im Finale noch einmal über die volle Distanz mussten und am Ende im Tie-Break mit 15:12 die Oberhand behielten. „Das war der krönende Abschluss unter eine sportlich hochkarätige Veranstaltung“, so das zufriedene Fazit von Bürger. Und nicht nur der sportliche Teil erfüllte alle Erwartungen, auch abseits der Felder und bei der Players-Party gab es ausschließlich strahlende Gesichter. Die Auflage 2016 kann damit schon verbindlich in den Terminkalender eingetragen werden.