Erster Lauf im Holthauser Bachtal

Läufergruppe aus Holthausen
Läufergruppe aus Holthausen
Foto: WP

Holthausen..  1981 fing alles recht harmlos an. Der begeisterte Läufer Heinz Haase, zu diesem Zeitpunkt noch in Holthausen ansässig und heute Sportabzeichen-Obmann des Verbandes für Sport in Hohenlimburg, sprach seine Holthauser Freunde an, mit ihm zusammen doch mal montags und donnerstags gemeinschaftlichen joggen zu gehen.

Sieben Männer, nämlich Manfred Kopske, Manfred Kundt, Joachim Beinhold, Günther Beilke, Reinhold Rode, Dr. Albert Wurth und Heinz-Werner Schroth sowie die beiden Frauen Ulla Beinhold und Erika Wagner trafen sich am 6. April 1981 vor Heinz Haases Haustür, um sehr locker das Holthauser Bachtal hinaufzulaufen.

Gute Ratschläge

Immer wieder hatte Heinz Haase gute Ratschläge parat. „Ihr müsst rund laufen, über den Ballen.“ Alle waren im wahren Sinne des Wortes begeistert und beherzigten die Tipps und Tricks. Und plötzlich gab es ein Ziel – die Teilnahme am Silvesterlauf 1982 von Werl nach Soest.

Anschließend nahmen die Holthauser an vielen Laufveranstaltungen teil. Es folgten mehrere läuferische Ausflüge bis hin zum Lüdenscheider Umsetzer – das allerdings erst nach Monaten mit schweißtreibendem Training. Zwischendurch nahmen die Holthauser mehrmals am „Vatertagslauf“ des SC Concordia Hagen teil. Günther Beilke und Heinz-Werner Schroth absolvierten den Nikolauslauf in Herdecke. Hier belegten sie zu eigenen Überraschung in ihrer Altersklasse jeweils den ersten Platz. Eine Anekdote am Rande – sie hatten eine Abkürzung genommen, jedoch ohne es zu wissen.

Alle trainierten in Holthausen fleißig weiter. Beim einem Training überraschten Erika Wagner und Ulla Beinhold die Männer, die beim Joggen von Holthausen nach Wetter und zurück gestartet waren, als Streckenposten am Hengsteysee, um Wasser zu reichen.

Zwischenzeitlich versuchten sich die „Neusportler“ auch in anderen Disziplinen. So war es Reinhold Rode, in jungen Jahren Westfalenmeister im Zehnkampf, der seinen „untrainierten“ Mitstreitern das 400-Meter-Laufen im Ischelandstadion in Hagen beibrachte.

Feier in „Manfreds Keller“

Der absolute läuferische Höhepunkt war allerdings 1990 der Marathon-Lauf in Berlin. Die Erlebnisse dort waren einmalig. Diese möchten die Holthauser heute auf keinen Fall missen. Es war der erste Marathon nach der Wiedervereinigung. Gänsehaut pur – so heute noch, wenn sie sich an den Lauf durch das geöffnete „Brandenburger Tor“ erinnern. Kaum jemand beklatschte im Osten die Läufer. Ganz im Gegenteil im Westen, hier wurde jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer frenetisch angefeuert.

25 Jahre nach dem Marathon-Lauf – die Holthauser haben sich nie gänzlich aus den Auge verloren – waren es Jochen Beinhold, Reinhold Rode und Manfred Kundt, welche die Idee zum gemeinschaftlichen Wiedersehen hatten.

Es gab viel zu erzählen in „Manfreds Keller“, wo noch eine echte Wurlitzer Musikbox, mit Schlagern von damals bespickt, herrliche Nostalgie versprühte. Und so ganz können und wollen die jetzt etwas älteren Herrschaften von damals vom Sport nicht lassen. Manche sind im Ehrenamt tätig, manche laufen auch heute noch. Das Treffen wird im nächsten Jahr wiederholt.

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