Engagement im Verein mit Herzblut und Spaß

Wolfgang Hollmann und Susanne Jankowski engagieren sich seit Jahrzehnten für den Elseyer TV. Beide wurden vom DLV geehrt.
Wolfgang Hollmann und Susanne Jankowski engagieren sich seit Jahrzehnten für den Elseyer TV. Beide wurden vom DLV geehrt.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Schon Jahrzehnte sind sie mit dem Elseyer TV verbunden und aus der heimischen Sportszene gar nicht mehr wegzudenken. Die Elseyer um Präsident Michael Beckert wird es freuen – sie wollen auch nicht weg. Die Rede ist von Susanne Jankowski (55) und Wolfgang Hollmann (57).

Susanne Jankowski tritt 1994 erstmalig mit dem ETV in Kontakt, besucht mit Sohn Malte die Mutter-Vater-Kind-Gruppe. „Malte musste etwas machen“, sagt sie mit einem Lächeln. Übrigens ist Sohn Malte Vorsitzender des Jugendausschusses sowie Übungsleiter bei den Leichtathleten.

Drei Jahre später wird Susanne Jankowski selbst Mitglied bei den Elseyern, übernimmt als Übungsleiterin die Kinderturngruppe (4 bis 5 Jahre) und ab 2002 den zweiten Vorsitz im Gesamtverein. Beide Funktionen übt die sympathische Hohenlimburgerin heute noch aus. Aber dabei bleibt es nicht.

Bei der Gründung der LG Elsey-Kabel 2010 wird sie zur Kassenwartin gewählt, ein Jahr später fungiert sie auch bei den Leichtathleten als Kampfrichterin. Seit Oktober 2014 ist sie Übungsleiterin bei der Eltern-Kind-Gruppe.

„Mr. Herbstwaldlauf“

Ein Vierteljahrhundert ist er in Hohenlimburg und Umgebung als „Mr. Herbstwaldlauf“ bekannt – Wolfgang Hollmann. Mit neun Jahren fängt er mit Turnen an. Vier Jahre später wechselt er zu den Leichtathleten unter Übungsleiter Eberhard Willner. „Das haben damals alle gemacht, weil es kein Jungenturnen gab“, erzählt Wolfgang Hollmann.

Gut für die Leichtathleten – denn Wolfgang Hollmann bewegt in den kommenden Jahren einiges. Als Aktiver feiert er Kreistitel im Mehrkampf und mit der Mannschaft, seit 1977 ist er beim ETV als Leichtathletik-Trainer tätig. Hinzu kommt die Lizenz als Kampfrichter (1983), die C-Lizenz Leichtathletik und die Nordic Walking Ausbildung (1988). „Aufgrund meiner Anregung wurde 2010 die LG Elsey-Kabel gegründet, um Leichtathletik in Hohenlimburg und Kabel zu optimieren“, sagt Wolfgang Hollmann, der seit 1991 ETV-Geschäftsführer und seit 2010 2. Vorsitzender der LG Elsey Kabel ist.

Verantwortung im Verein haben die beiden recht früh nach ihrem Vereinseintritt übernommen. Für beide kein Muss – sie machen ihren „Job“ gern, und das nimmt man ihnen auch ab. „Ich bin gerne mit Menschen zusammen, vor allem mit Kindern. Man wächst in seine Aufgaben hinein“, erzählt Susanne Jankowski. Und Wolfgang Hollmann ergänzt: „Die Geschäftsführung macht mir einfach Spaß. Und als Trainer möchte ich den Kindern das vermitteln, was mir beigebracht wurde.“

Vereine und Übungsleiter haben eine große soziale Verantwortung, wie Wolfgang Hollmann klar herausstellt. Computer und Playstation gibt es zu Beginn seiner Trainertätigkeit nicht. „Für mich ist es nach wie vor ein Anreiz, Kinder von der Straße zu holen. Ich habe ja mittlerweile viele Kinder großgezogen“, sagt der 57-Jährige mit einem Schmunzeln.

Unterstützung der Familie

Mit viel Herzblut und vor allem Spaß hängen beide an ihrem großen Hobby – dem Verein, dem sie viele Stunden ihrer Freizeit opfern. Macht die Familie das mit? „Bevor ich mich zur zweiten Vorsitzenden habe wählen lassen, habe ich mir das Okay meiner Familie eingeholt. Sonst geht das auch nicht“, sagt Susanne Jankowski, die ja bekanntlich auch Sohn Malte mit in das Funktionärsboot geholt hat. Wolfgang Hollmann: „Ich habe meine Frau auf dem Sportplatz kennengelernt.“

Viele Jahre sind die beiden Elseyer schon als Übungsleiter tätig. Viele „Kollegen“ sehen sie kommen, oft auch wieder gehen. „Wir haben zum Glück noch genug Helfer, aber es wird immer schwerer, Übungsleiter zu gewinnen“, weiß Wolfgang Hollmann. Er könnte jeden Tag auf dem Sportplatz stehen, jedes Wochenende zu einem Wettkampf fahren. „Wir bemühen uns immer, Übungsleiter aus den eigenen Reihen zu finden.“ Aber auch das ist hartes Brot, zumal viele Kinder bis nachmittags Schule haben, dann Hausaufgaben machen müssen. Ein Problem, mit dem alle Vereine zu kämpfen haben. „Früher blieben alle in Hohenlimburg, heute wollen nach dem Schulabschluss alle weg“, weiß Susanne Jankowski. „Übungsleiter machen zu wenige, und sie wissen nicht, was ihnen dabei entgeht.“

Denn die schönste Bestätigung für die hervorragende und engagierte Arbeit, die beide zweifellos leisten, ist, wenn sie in der Fußgängerzone von ehemaligen Schützlingen aus ihren Gruppen angesprochen werden. „Susanne und Wolfgang, das war eine schöne Zeit bei euch...“

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Halle renoviert

In ihrer Zeit im Verein haben Susanne Jankowski und Wolfgang Hollmann viel erlebt. Gerne hat Hollmann den Herbstwaldlauf organisiert, ist froh, dass die vereinseigene Halle renoviert und stetig auf den neusten Stand gebracht werden kann. Nicht zu vergessen die Einweihung der Tartanbahn im Kirchenbergstadion, wo der ETV so lange für gekämpft hat. „Für mich ist es jedes Mal ein Highlight, wenn ich mittwochs bei der Kindergruppe bin“, so Susanne Jankowski.

Für die Zukunft wünschen sich beide Gesundheit, fit zu bleiben, selbst noch lange Sport zu treiben und ihre Aufgaben noch so lange wie möglich ausüben zu können. „Ich wünsche mir, dass ich auch im Rentenalter noch eine Gruppe führen kann“, so Wolfgang Hollmann.