Eintracht III verliert Derby bei HSG knapp

Hagen..  Nur ganz knapp gewann der Tabellenzweite HSG Hohenlimburg das Derby der Handball-Landesliga gegen Eintracht Hagen III. HSG Wetter/Grundschöttel ist endgültig abgestiegen.

HSG Hohenlimburg - VfL Eintracht Hagen III 24:22 (14:9). Die HSG bleibt mit diesem am Ende hauchdünnen Erfolg dem Spitzenreiter aus Halingen auf den Fersen, während die VfL-Dritte jetzt wieder nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die gegen Warstein siegreiche Soester Reserve aufweist. Aufgrund des lösbaren Restprogramms ist der scheidende VfL-Trainer Andreas Kuno aber dennoch überzeugt, den Klassenverbleib zu schaffen. „Wir sind zu ängstlich in dieses Derby gegangen“, ärgerte sich Kuno über die schwache erste Hälfte, in der der Tabellenzweite über 4:2 und 7:3 bis auf 14:8 enteilte. Diesen Vorsprung verteidigten die Simec-Schützlinge bis zum 18:12. Dann drehte Tim Gurol auf, sorgte mit einem Hattrick für den Anschluss. Und Michael Wulf legte nach, verkürzte zweimal (21:20 und 22:21) bis auf ein Tor. Jetzt lagen die Nerven auf beiden Seiten blanke, zirkelten Strohhammer hüben und Ilper drüben Strafwürfe über die Latte, sah Hagens Levent Cengiz nach einem Schlag ins Gesicht von Philipp Wittke die Rote Karte. „Wenn man oben steht, gewinnt man solche Spiele“, resümierte HSG-Trainer Sascha Simec.

HSG-Tore: Goebels (6), P. Wittke (6), Strohhammer (5/1), Geisler, Pallasch (je 2), Marks, Hollatz, B. Wittke (je 1). VfL-Tore: Ilper (6/2), Wulf (5), Hoppe (4/2), Gurol (3), Gendig, Dahlhaus (je 2).

TuS Volmetal II – TuS Wellinghofen 25:25 (11:13). Nach dem Punktgewinn brauchen die Volmetaler nur noch einen Zähler aus den letzten vier Spielen, um auch nächstes Jahr in der Landesliga zu spielen. Zudem müsste der Soester TV II, der zurzeit auf dem ersten Abstiegsplatz rangiert, alle Spiele gewinnen. Gegen die Dortmunder entwickelte sich erwartungsgemäß ein abwehrbetontes Spiel, das erste Tor der Partie fiel erst nach sechs Minuten. Zehn Minuten vor Ende lagen die Hausherren noch mit 18:21 zurück, doch fünf Sekunden vor Ende konnte Florian Schwarze den Ausgleichstreffer zum 25:25 erzielen. „Wir haben vor allem zum Ende der ersten Halbzeit hin etwas undiszipliniert gespielt, insgesamt bin ich aber zufrieden“, sagte Volmetals Trainer Jörg Bouwain.

Volmetal: Schwarze (10), Schnepper (7), Sklarski (3), Schliepkorte (2), Mennes, Kaiser, Althoff (je 1).

HSG Wetter/Grundschöttel – HSG Schwerte/Westhofen 27:33 (11:19). 20 Minuten konnten die Wetteraner das Spiel offen gestalten, waren laut ihrem Trainer Stefan Wildförster sogar das etwas bessere Team. Doch in den zehn Minuten bis zur Pause erzielten sie keinen Treffer mehr, die Schwerte dafür gleich acht. So setzten sich die Gäste von 11:11 auf 19:11 ab. „Dieses Spiel wurde leider in zehn Minuten verloren“, ärgerte sich Wildförster, „ich weiß nicht, was in dieser Phase los war. Es ist extrem bitter für die Jungs.“ Die zweite Hälfte konnten die Grundschöttler, bei denen Tim Wupper ein gutes Comeback gelang, sogar noch mit 16:14 für sich entscheiden. Der Landesliga-Abstieg steht nach der 19 Saisonniederlage nun endgültig fest.

Wetter: Wupper (6), Köhrer (4), Zöllkau, Wicher, Pelka, Brauner (je 3), Brauer (2), Handge, Braune, Langenscheidt (je 1).