Eintracht Hagen spielt Tennis, singt und gewinnt ersten Test

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Einäugig Tennisspielen in der Bredelle, Kanupaddeln auf der Ruhr, dann der erste Handball-Auftritt: Das neue Team von Zweitligist VfL Eintracht Hagen wurde am Wochenende vielfältig gefordert. Nach dem Teamtag mit Überraschungen trat das Team von Trainer Lars Hepp am Sonntag bei Drittligist Neusser HV an. Dort spielte man drei Halbzeiten zu je 25 Minuten und siegte am Ende mit 36:34 (13:14/23:24). „Das war ein guter spielerischer Einstieg“, befand Hepp, „Neuss wird in der 3. Liga oben mitspielen können. Da wollten wir gewinnen und haben es auch geschafft.“

Mit großem Team trat der VfL Eintracht in Neuss an, lediglich Dragan Tubic (Adduktorenzerrung) und Julian Renninger wurden geschont, David Ferne kommt erst am Donnerstag rechtzeitig zum viertägigen Trainingslager in Münster. In der Partie, in der einmal mehr Jens-Peter Reinarz mit zehn Treffern bester Torschütze war, setzte sich der VfL Eintracht im Endspurt durch. Drei Akteure hob Coach Hepp dabei besonders hervor. Zum einen Tobias Mahncke, der nach halbjähriger Verletzungspause (Kreuzbandriss) ein starkes Comeback feierte und sich im Tor mit Jürgen Müller und Hendrik Halfmann abwechselte. „Er war ein sehr stabiler Faktor, hatte tolle Paraden“, sagte Hepp. Auch Jan von Boenigk habe auf der rechten Seite schöne Akzente gesetzt, bis ihn ein Pferdekuss stoppte, der Isländer Frannar Fridgeirsson habe als Antreiber und Torschütze seine individuelle Klasse bewiesen. „Da gab es schon sehr viele erfreuliche Ansätze“, lobte der Trainer, für den am Dienstag das intensive Training mit zwei bis drei Einheiten täglich beginnt: „Die erste Woche diente mehr dem Kennenlernen.“

Was vor allem für den Teamtag am Samstag mit hohem Spaßfaktor galt. Vier Stunden spielten die Zweitliga-Handballer beim TC Rot-Weiß Hagen in der Bredelle Tennis (Hepp: „Da haben wir eine tolle Anlage vorgefunden“), mit fünf Mannschaften in der Nationenwertung inklusive Absingen der Hymnen. Bei der anschließenden Kanu-Tour auf der Ruhr bei Schwerte wurde der Wettkampf fortgesetzt. Hepp: „Keine zehn Paddelschläge - und alle Boote waren das erste Mal umgekippt.“ Der Ehrgeiz war verständlich, denn die schlechtesten Mannschaften - diesmal erwischte es Team Polen und Team Island - sind im Trainingslager gefordert. „Bei der Einführung der neuen Spieler gibt es Aufgaben, die nicht jeder gern übernimmt“, erklärte Hepp. Gespielt wird in den vier Tagen von Münster auch, am Freitag gastiert man bei Ligarivale ASV Hamm. Am Ischeland tritt der VfL Eintracht erstmals am 25. Juli gegen die HSG Krefeld an (Anwurf 11.30 Uhr).