Diskussion um die Spielplanreform

Nicht immer sind sich die Basketball-Bundesligisten einig, in dieser Frage aber schon. Den Beschluss des Weltverbandes FIBA, ab November 2017 mitten in der Saison Qualifikations-Länderspiele für EM und WM in vier je zehn bis 14 Tage langen Zeitfenstern einzuplanen, lehnen die Erstligisten einhellig ab. Und beauftragten den scheidenden BBL-Geschäftsführer Jan Pommer, die Causa kurzfristig mit dem Deutschen Basketball-Bund zu erörtern.

Wobei der in Hagen ansässige Dachverband mit Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt an der Spitze die internationale Spielplanreform der FIBA unterstützt. Bisher finden Pflicht-Länderspiele ausschließlich im Spätsommer statt, wenn der Ligenbetrieb ruht. „Wir sind der einzige Sport, der es sich leistet, die Nationalmannschaften elf Monate lang einzuschließen“, argumentiert Brenscheidt. Die Klubs halten dagegen, dass der Spielplan schon jetzt viel zu dicht gedrängt sei. Vor allem, wenn Bundesligisten sich für Europacup-Endrunden qualifizieren. Völlig offen seien auch versicherungstechnische Fragen der ja bei den Klubs angestellten Nationalspieler.

Einen solchen hat Phoenix Hagen aktuell nicht unter Vertrag. Betroffen wären aber natürlich auch die kleinen Klubs. Sollte die Spielplanreform umgesetzt werden, wird in der Liga die Diskussion um eine Verkleinerung des Teilnehmerfeldes wieder an Dynamik gewinnen. Und in Europa geforderte Klubs wie Berlin, Bamberg oder München hätten lieber heute als morgen nur 16 statt der bisher 18 Bundesligisten. Axel Gaiser