„Die Strecke ist knackig, macht aber viel Spaß“

Bei besten äußeren Bedingungen wurden die Halbmarathon- und Zehnkiometerläufer am Emster Marktplatz auf die Strecke geschickt.Foto:Michael Kleinrensing
Bei besten äußeren Bedingungen wurden die Halbmarathon- und Zehnkiometerläufer am Emster Marktplatz auf die Strecke geschickt.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Frank Hardenack sieht nicht so aus, als hätte er einen Halbmarathon in den Knochen. Entspannt steht der Olper im Zielbereich des 48. Internationalen Hagener Volkslauf am Emster Marktplatz. Ein paar Schweißperlen auf der Stirn, ansonsten ist ihm die Anstrengung nicht anzumerken. Bewundernswert, denn der Olper hat soeben den gut 21 Kilometer langen Lauf in einer Zeit von 1:21:41 Stunden gewonnen. Es ist seine dritte Teilnahme, zum dritten Mal triumphiert er. „Ich laufe die Strecke unheimlich gerne“, verrät der Sieger, „hier geht es schön hoch und runter und die Landschaft ist wirklich sehr schön.“

Ähnliche Worte wählt Simon Quent, der beim Zehn-Kilometerlauf die schnellsten Beine hatte. „Landschaftlich ist es wunderschön.“ Aber nicht nur die Lauf-Umgebung veranlasst den gebürtigen Hagener, der mittlerweile in Dortmund wohnt, regelmäßig zum Volkslauf in seine Heimatstadt zu kommen. „Es ist einfach schön, dass man hier immer wieder dieselben Leute trifft.“ Die schnellsten Frauen waren Britta Rademacher (Zehnkilometerlauf) und Svenja Böhner (Halbmarathon).

Die Organisatoren vom SC Concordia ließen sich für die diesjährige Auflage etwas Neues einfallen: Erstmals stand der so genannte „Firmenlauf“ auf dem Programm, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gewann das Team der Hagener Physiotherapie Björn Grobe. „Wir wollten einfach mal was Neues anbieten“, so Concordia-Clubchef Peter Wienecke, „das ist vielleicht ein Anreiz für die Leute, die nicht alleine laufen möchten.“

Ein Evergreen durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen. Wilhelm Wolters ist 76 Jahre alt, trotz gesundheitlicher Probleme reiste der Oberhausener auch zur 48. Auflage an. Nicht einen einzigen Hagener Volkslauf hat er bislang verpasst. Sein Ziel hat der Rentner indes noch nicht erreicht: „Ich möchte in zwei Jahren unbedingt beim 50. Jubiläum mitmachen.“ Natürlich nur dann, wenn es die Gesundheit zulässt.

Auf einen prominenten Hagener Besucher mussten Organisatoren, Athleten und Schaulustige verzichten. Kurzfristig hatte sich Hagens Oberbürgermeister Eric O. Schulz krank abgemeldet. Aus zwei Gründen wollte der OB dem Volkslauf einen Besuch abstatten. Zum einen als Schirmherr einer Spendenaktion, bei der auf dem Emster Marktplatz Gelder für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe in Nepal gesammelt wurden. Und zum anderen, um die Ehrung von Günther Jacobi vorzunehmen. An Christi-Himmelfahrt wurde das langjährige Mitglied des SCC 90 Jahre alt. „Schade, dass Herr Schulz nicht kommen konnte“, bedauerte Wienecke, „er hätte dieser Veranstaltung einen würdigen Rahmen verliehen.“

Gut 50 Helfer, davon rund 20 als „Aufpasser“ entlang der Strecke über Emst, Hunsdiek, Holthausen und Haßley, sorgten für eine bestmögliche Betreuung der Athleten auf der Strecke und für das leibliche Wohl der Zuschauer auf Emst. Dirk Esser war mit Gitarre und Gesang für die musikalische Unterhaltung zuständig. Die Teilnehmerzahl war höher als im vergangenen Jahr. Rund 360 Athleten schnürten ihre Laufschuhe. Niemand bereute es. „Die Strecke war knackig, es hat aber richtig Spaß gemacht“, bilanzierte der Iserlohner Rene Brune. Grund genug, auch nächstes Jahr an Christi-Himmelfahrt wieder nach Hagen zu kommen. Die Altersklassensieger auf einen Blick:

Ergebnisse

Halbmarathon; Altersklassen Frauen: 1. Joseline Frenzel (1:51:02 std.); W30: Svenja Böhner (1:42:08); W35: Kathrin Wieke (2:05:57); W40: Christine Rouge (1:49:19); W45: Tatjana Diekmann (1:58:11); W50: Dagmar Wilde (1:50:34); W55: Vera Garze-Hellmich (2:17:20).

Altersklassen Männer: MU16: 1. Henry Küfner (1:57:29); MU20: Daniel Walkowiak (2:06:25); Männer: Maximilian Hunold (1:45:08); M30: Marcel Zöllner (1:34:57); M35: Frank Hardenack (1:21:42); M40: Michael Schreiber (1:37:22); M45: Peter Kurtz (1:23:45); M50: Rüdiger Schirmer (1:34:30); M55: Christoph Schneider (1:41:02); M60: Dirk Reinecke (1:51:29); M65: Friedhelm Garze (1:48:27); M70: Hartmut Hempel (1:59:17)

Zehnkilometerlauf, Altersklassen Frauen: WU16: Malin Saure (Fichte Hagen; 55:00); WU20: Bettina Lebuser (58:17); Frauen: Sarah Witt (52:12); W35: Britta Rademacher (49:32); W40: Melanie Karthäuser (54:13); W45: Corina Kötter (49:51); W50: Gudrun Lange (56:33); W55: Christine Sturm (Kanuclub Hagen; 55:31); W60: Angelika Braun-Nott (Lauftreff Hohenlimburg; 57:46); W65: Inge Lindenlaub (TSV 1860 Hagen; 1:07:43).

Altersklassen Männer: MU14: Mats Rose (53:40); MU18: Maximilian Ladwig (42:59); Männer: Simon Quent (36:44); M30: Rene Brune (39:54); M35: Jens Piepho (Physiotherapie Björn Grobe; 43:59); M40: Karsten Eickelmann (41:51); M45: Guido Witte (41:38); M50: Andreas Joswig (28:40); M55: Udo Wilde (44:57); M60: Ingo Röllecke (53:01); M65: Klaus Müntefering (Lauftreff Emst; 52:19); M70: Herbert Dittrich (01:08:57); M75: Wilhelm Wolters (1:23:34).

Sechskilometer-Jedermannlauf, Frauen: 1. Jill Tolksdorf (27:18); 2. Katja Funke (Raiffeisenmarkt Emst; 27:48); 3. Stefanie Perlick (Physiotherapie Björn Grobe, 28:10); Männer: 1. Clemens Hoffmann (23:24); 2. Rufin Wiecha (Tri-Team Hagen; 23:38); 3. Thorben Schmielasz (24:23).

Sechskilometer-Walking; Frauen: 1. Patricia Gernert (39:12); 2. Silvie Tomaschewski (Raiffeisenmarkt Emst; 44:47); 3. Marion Slembeck (45:03); Männer: 1. Tadeusz Janasik (38:29); 2. Friedhelm Sperlich (40:48); 3. Helmut Benz (46:47).