Die Kinder stört der marode Sportplatz Oberwengern nicht

Etwa 180 kleine Nachwuchssportler haben sich beim Spiel- und Sportfest der Kitas in Wetter auf dem Sportplatz Oberwengern versammelt. Die Kinder mussten ihr Können an vielen verschiedenen Stationen unter Beweis stellen.
Etwa 180 kleine Nachwuchssportler haben sich beim Spiel- und Sportfest der Kitas in Wetter auf dem Sportplatz Oberwengern versammelt. Die Kinder mussten ihr Können an vielen verschiedenen Stationen unter Beweis stellen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Am Spiel- und Sportfest der Kitas aus Wetter haben rund 180 kleine Sportler teilgenommen. Die Mängel bei der Anlage waren kein Problem.

Wetter..  Die Sonne scheint und wird nur gelegentlich von kleinen Wolken verdeckt. Auch die Temperatur stimmt: Bei rund 20 Grad laufen, springen und toben etwa 180 Kinder der 14 wetterschen Kitas beim Spiel- und Sportfest auf dem Sportplatz Oberwengern. An der maroden Anlage scheinen sich die kleinen Nachwuchssportler nicht zu stören. Sie sind viel mehr damit beschäftigt, ihre Bestzeit beim Slalom-Lauf zu knacken oder möglichst weit in die Sandgrube zu hüpfen.

„Es muss etwas passieren“

Doch die Stadt diskutiert momentan über den Zustand des Sportplatzes Oberwengern. Denn vor einigen Wochen hat die Schulleiterin des benachbarten Geschwister-Scholl-Gymnasiums Alarm geschlagen. „Es muss etwas passieren“, waren ihre Worte vor dem Sport- und Freizeitausschuss. Ihre Kritik unter anderem: In der Tribüne befinden sich Risse, es fehlen Mülleimer, auf der roten Asche wachsen Pflanzen und die Sprungbretter der Sprunganlage haben einen zu großen Abstand von der Weitsprunggrube. Ein Schüler des Gymnasiums hat sich in einem großen Loch sogar die Bänder gerissen. Aufgrund des bestehenden Sicherheitsrisikos wurden die Bundesjugendspiele der Schule abgesagt. Das Spiel- und Sportfest der wetterschen Kitas aber nicht.

Schon seit dem Jahr 1998 wird die Veranstaltung auf dem Sportplatz Oberwengern durchgeführt. „Die zukünftigen Schulanfänger sollen hier noch einmal einen gemeinsam Abschluss erleben“, erklärt Susanne Auschner vom Fachdienst Jugend in Wetter: „Sie sollen hier vor allem Spaß haben.“

Und so durchfahren die Kinder auf einem Tretroller einen Slalom-Parcours oder springen über kleine Hindernisse. Das Tempo der kleinen Sportler ist dabei natürlich nicht mit dem der schon deutlich älteren Schüler des Gymnasiums zu vergleichen. Trotzdem sagt Nadine Müller aus Volmarstein, die ihr Kind am Rande des Platzes unterstützt: „Wenn die Bundesjugendspiele aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, dann hätte das für die Kleineren eigentlich auch gelten sollen.“ Sie ergänzt allerdings: „Den Kindern macht es aber nicht wirklich etwas aus.“ Ähnlich sieht dies auch Stefanie Wegmann: „Es ist ok hier auf der Anlage. Ich kenne allerdings auch das Ischelandstadion in Hagen. Da pflegt ein Platzwart jeden Tag die Anlage. Es geht also auch anders.“

Pflege würde 15 000 Euro kosten

Wie es mit der Sportanlage in Oberwengern weitergeht, steht noch nicht fest. Würde die Stadt die Pflege des alten Platzes wieder aufnehmen, würde dies etwa 15 000 Euro pro Jahr kosten. Die Entscheidung darüber wurde beim letzten Ausschuss erstmal vertagt. Schulleiterin Ursula Zimmer hofft aber, dass sich etwas tut. Denn gerade der Sport-Leistungskurs des Gymnasiums benötigt den Platz.