Die HSG-Damen wollen in die Landesliga aufsteigen

Beim Training der HSG fliegen die Bälle durch die Halle. Torhüterin Ramona Schütz versucht diesmal zu verhindern, dass sie das Tor wieder verlassen.
Beim Training der HSG fliegen die Bälle durch die Halle. Torhüterin Ramona Schütz versucht diesmal zu verhindern, dass sie das Tor wieder verlassen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Mannschaft grüßt momentan von Platz eins der Tabelle. Trotzdem sind die Spielerinnen mit ihren Leistungen nicht zufrieden.

Grundschöttel..  Im letzten Jahr scheiterten die HSG-Damen an einem Tor. 18:19 verloren sie im Mai 2014 ihr zweites Aufstiegsspiel zur Landesliga gegen TuS Westfalia Hombruch. Damals flossen Tränen, acht Monate später geben sich die Spielerinnen beim Training in der Halle Oberwengern kämpferisch. „Das knappe Scheitern motiviert mich eher“, sagt etwa Sandra Baltruschat, die schon seit dem Jahr 2006 für die erste Damenmannschaft der Handballspielgemeinschaft Wetter/Grundschöttel (HSG) Bälle wirft.

Blick auf die Tabelle lohnt sich

Und der Blick auf die Tabelle der Bezirksliga lohnt sich momentan. Vor Beginn der Rückrunde am Sonntag, 18. Januar, gegen den Castroper TV stehen die HSG-Damen auf Platz eins. „Mein Ziel lautet deswegen Aufstieg“, erklärt Klaus Uhl, der die Mannschaft seit November 2013 trainiert. Dieses Ziel hat für den 63-Jährigen einen ganz einfachen Grund: „In dieser Saison können wir jede Mannschaft schlagen.“

Damit dies so bleibt, versuchen sich die Spielerinnen stetig zu verbessern. Momentan werden Pass- und Laufwege optimiert. „Ich möchte das Taktische mit der Spielfreude verbinden“, erklärt Uhl: „Irgendwann sollen sich die Laufwege dann automatisieren.“ Bis zu zehn Spielzüge bilden die Grundlage für die Angriffe der HSG-Damen. Diese variieren aber in ihrem Ablauf.

Gerade spielerisch wollen sich die Damen verbessern. Trotz des ersten Tabellenplatzes erklären sie, dass sie unzufrieden mit ihren Leistungen in der zweiten Saisonhälfte sind. „Es gibt einiges zu verbessern“, erklärt Sandra Baltruschat. „Wir haben unser Potenzial nicht abgerufen“, ergänzt Jessica Alfuth. „Aber wir haben diese Spiele, wenn auch knapp, gewonnen“, sagt Klaus Uhl. Für den Trainer war es meistens eine gewisse Lässigkeit, die dafür gesorgt hat, dass die Partien knapp endeten: „Wir waren häufig in der letzten Viertelstunde unkonzentriert. Das ist ärgerlich.“

Allerdings ist sich der Sportlehrer sicher, gelingt es den HSG-Damen, ein Spiel bis zum Ende konzentriert durchzuziehen, dann werden sie auch wieder deutlich gewinnen. „Es ist ein Hobby. Aber am meisten Spaß macht es doch, wenn man gewinnt“, so Uhl.

Nach der Winterpause soll die Rückrunde nun mit einem Sieg gegen Castrop beginnen. Ende April endet dann die Saison. Sollten die HSG-Damen zu diesem Zeitpunkt immer noch vom ersten Platz grüßen, würde es natürlich eine große Aufstiegsparty geben. Für die Spielerinnen, die teilweise schon seit rund neun Jahren zusammen sind, wäre es nach dem knapp verpassten Aufstieg eine ganz besondere Geschichte. „Wir verstehen uns hier alle sehr gut. Der Zusammenhalt ist groß, auch außerhalb des Sports verbringen wir Zeit zusammen“, erklärt Jessica Alfuth. Der Aufstieg in die Landesliga würde die Stimmung vermutlich noch einmal verbessern.