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Jugend-Bundesliga

Die deutsche Endrunde ist das große Ziel

16.10.2012 | 18:14 Uhr
Die deutsche Endrunde ist das große Ziel

Hagen. Paderborn, immer wieder Paderborn. Im Viertelfinale der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) scheiterten die Phoenix Hagen Youngsters an den Baskets aus Ostwestfalen. Die wiederum wurden dann ausgerechnet in Hagen im Mai deutscher Meister. Und wenn am Sonntag die JBBL-Saison 2012/13 startet, gehören beide Teams sogar gemeinsam einer Staffel an, da Phoenix in den Nordwesten umgruppiert wurde (siehe Am Rande). „Da werden wohl die Paderborner und wir uns um Platz eins duellieren“, mutmaßt Youngsters-Trainer Matthias Grothe. Denn was seine Schützlinge im Vorjahr knapp verpassten, soll diesmal klappen: „Wir wollen um den Einzug ins Top Four spielen.“

Dass der Einzug in die Endrunde der vier besten deutschen Mannschaften nicht illusorisch ist, zeigt die personelle Besetzung der Youngsters. „Der Umbruch hat sich in Grenzen gehalten, da wir in der letzten Saison die wohl jüngste Mannschaft in Nordrhein-Westfalen hatten“, sagt Grothe, schmerzlich ist allenfalls der altersbedingte Abgang von U16-Nationalspieler Jonas Grof zu den Juniors. „Mit ihm fehlt natürlich die absolute Führungsfigur“, weiß der Coach. Er glaubt aber, dass Spieler wie Haris Hujic, Spielmacher der deutschen U15-Auswahl, aber auch Center Marcel Keßen oder Joshua Kuhtz das kompensieren können.

Zudem stießen im Sommer viel versprechende Nachwuchshoffnungen zu Phoenix. Allen voran der 2,04 m große Moritz Sanders, in der abgelaufenen Saison zum „Rookie des Jahres“ in der Jugend-Bundesliga gekürt, der wie die „Neu-Youngsters“ Tobias Rojahn und Luca Geßner mit den Hertener Löwen in diesem Jahr deutscher U14-Vizemeister wurde. Jüngst wurde der Flügelcenter für das DBB-Jugendcamp gesichtet. „Moritz ist Talent im 98er-Jahrgang“, sagt Grothe, „gerade körperlich ist er für uns eine absolute Hilfe.“ Vom Barmer TV kamen mit WBV-Auswahlspieler Robert Wins und Jacob Engelhardt weitere Verstärkungen, wie überhaupt der Youngsters-Kader Spieler aus acht verschiedenen Klubs und Städten vereint. „Unser Programm hat sich in Nordrhein-Westfalen herumgesprochen“, freut sich Grothe, der das Team mit seinen Co-Trainern Sebastian Kontny und Ale Nolte betreut, und betont: „Die Spieler wollen zu uns, wir haben sie nicht abgeworben.“

Dreimal pro Woche hat er die Youngsters zum Training in Hagen, addiert mit ihren Übungseinheiten bei ihren Stammklubs kommen diese auf ein strammes Pensum. „Zunächst haben wir sehr viel individuell gearbeitet“, sagt Grothe, „jetzt wollen wir uns als Mannschaft stetig weiterentwickeln.“ Denn in Topform müsse das am Sonntag um elf Uhr bei den Young Dragons Quakenbrück startende Team nicht jetzt, sondern in den Play-Offs im März sein: „Da wollen wir unseren stärksten Basketball spielen und als Mannschaft sportlich und mental gereift sein.“ Um dann im Frühjahr 2013 das Projekt „Top Four“ erneut anzugehen.

Der Kader

Aufbau: Jacob Engelhardt (Barmer TV), Luca Geßner (Hertener Löwen), Haris Hujic, Johannes Häußler (beide Baskets Lüdenscheid), Joshua Kuhtz (BB Boele-Kabel), (Noma Iserlohn), Kevin Stern (TuS Breckerfeld), Max Stieglitz, Niklas Philipps, Ioannis Stivachtis (alle Noma Iserlohn), Kevin Bekendorf.

Flügel/Center: Marcel Keßen, Kevin Stockey (beide Boele-Kabel), Moritz Sanders (BG Dorsten), Robert Wins (Barmer TV), Mirko Krieger (RE Schwelm), Tobias Rojahn (Herten).

Axel Gaiser



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