Deutscher Rekord beim 20. Sprint Cup

Theodora König vom TSV Vorhalle, seit Jahren Stammgast beim Internationalen Sprint Cup des SV Hagen 94, schwamm wieder ganz vorne mit.Foto:Michael Kleinrensing
Theodora König vom TSV Vorhalle, seit Jahren Stammgast beim Internationalen Sprint Cup des SV Hagen 94, schwamm wieder ganz vorne mit.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Häufig hatten die niederländischen Schwimmer von ZV De Zaan beim 20. Internationalen Sprint-Cup in der Hestert die Nase vorn. 78 erste Plätze - in der Teamwertung konnte über Pfingsten keine Mannschaft den Jungs und Mädels aus der Nähe von Amsterdam das Wasser reichen. Seit über zwölf Jahren schon kommen die Holländer in der Volmestadt, in erster Linie um das Miteinander im eigenen Verein zu stärken.

„Wir freuen uns jedes Jahr auf den Sprint Cup in Hagen“, erzählt Hanny Stam, eine der Verantwortlichen von De Zaan, „wir bringen nicht nur die Schwimmer, sondern auch deren Eltern mit. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl.“ Der jüngste Schwimmer aus der Nähe der niederländischen Hauptstadt ist acht Jahre jung, der älteste über 60. Auch sportlich ist der Sprint-Cup für die Holländer, die auf der Hestert wie üblich ihre Zelte aufgestellt haben, immer wieder ein Erfolg, regelmäßig nehmen sie Pokale und Medaillen mit nach Hause.

Auf die Reise nach Hagen machten sich mit De Meeuwen Diemen und Heemstede zwei weitere Teams aus den Niederlanden, 29 Schwimmer kamen zudem aus Belgien. Und mit Wiktor Korzeniowski war dieses Jahr auch wieder ein polnischer Athlet am Start. Untergebracht waren die Sportler, wenn sie nicht zelten wollten, in den umliegenden Hotels sowie in der Sporthalle Geweke.

Aber nicht nur die Aktiven von weither, auch die Hagener Schwimmer von Ausrichter SV Hagen 94, dem SV Westfalen 23 Hagen, TSV Vorhalle und TuS Breckerfeld fiebern alljährlich dem Sprint-Cup entgegen. „Das ist einfach ein sehr schöner Wettkampf“, findet Marla Vaihinger, die für den Gastgeber ins Wasser springt. Und auch der 15-jährige Yannis Baumeister weiß nur Gutes zu berichten: „Das Zusammensein der Vereine und diese internationale Besetzung ist einmalig.“

Zwei 94er zur Jahrgangs-DM

Zu einem der Höhepunkte zählte am Samstagabend die Jux-Staffel. Eine Art Schwimmen mit Hindernissen. So müssen die Teilnehmer unter anderem eine Bahn mit einem Brett und einer Schwimmnudel sowie einem Tauchring auf dem Kopf schwimmen oder ein Kuscheltier von der einen Seite des Beckens zur anderen transportieren – ohne das es nass wird. Und danach konnten sich alle beim gemeinsamen Grillfest stärken.

„Die Veranstaltung ist reibungslos verlaufen, der Wettergott hatte ein Einsehen. Einige der ausländischen Klubs haben ihre Teilnahme für 2016 schon angekündigt“, war Anke Nolting vom gastgebenden SV 94 rundum zufrieden.

Für ein sportliches Ausrufezeichen sorgte der Dortmunder Markus Reinhardt. In seiner Altersklasse – Reinhardt ist 1960 geboren – stellte er über 200 Meter Freistil mit 2:14:05 Minuten einen neuen deutschen Rekord auf. Damit verlieh er der 20. Auflage des Sprint-Cups den angemessenen Geburtstagsglanz.

Beste Teilnehmer aus Sicht des Veranstalters waren Ayleen Kramer und Alexander Nolting ( beide Jahrgang 1999 ), die sich im internationalen Feld mit sehr guten Leistungen Respekt verschafften. Ayleen Kramer freut sich jetzt auf die deutschen Jahrgangsmeisterschaften vom 2. bis 6. Juni in Berlin, für die sie sich über 800 und 1500 m Freistil qualifiziert hat. Zweite Starterin in der Hauptstadt wird Amy Hüttebräucker sein, sie nimmt die 200 m Brust in Angriff.