Deutschen Federfußballern fehlt Europameister

Federfußball David Zentarra FFC Hagen
Federfußball David Zentarra FFC Hagen
Foto: Karsten-Thilo Raab

Hagen..  Gemessen an den knapp 7500 Einwohnern dürfte Kistelek für vier Tage die europäische Stadt mit der größten Federfußballer-Dichte überhaupt sein. Denn in der Kleinstadt im Süden Ungarns steigen vom 22. bis 25. Oktober die diesjährigen Europameisterschaften. Mit dabei ist auch die deutsche Nationalmannschaft, die insbesondere bei den Herren in allen Disziplinen ein ernsthaftes Wort bei der Medaillenvergabe mitreden möchte.

Und dies, obwohl die DFFB-Auswahl schon vor dem Abflug am Donnerstag eine Hiobsbotschaft erreichte: David Zentarra, amtierender Einzel-Europameister und beständigster Spieler der letzten Jahre, muss verletzt passen. Die Knie-Verletzung, die sich der 25-jährige aus Reihen des FFC Hagen beim Ligafinale in Lippstadt zuzog, ist doch schwerer als zunächst befürchtet.

„Das ist enorm bitter. Vor allem, weil ich mich schon das ganze Jahr auf die EM gefreut habe“, zeigte sich Zentarra entsprechend frustriert. Für die DFFB-Auswahl bedeutet dies auch, dass sie sich sowohl im Einzel, als auch im Doppel und der Mannschaft neu aufstellen muss. Im Einzel erhält nun Torben Nass von Flying Feet Haspe die Chance, um den Titel zu spielen. Im Doppel werden Christopher Zentarra vom FFC Hagen und Sven Walter vom TV Lipperode die deutschen Farben vertreten. Und in der Mannschaft wird dieses Trio noch komplettiert durch Stefan Blank vom FFC.

Im Mixed-Doppel gehen Lina Marie Kurenbach und Torben Nass von Flying Feet Haspe für Deutschland ins Rennen. Im Dameneinzel tritt Franziska Oberlies von Flying Feet Haspe an. Und im Doppel steht sie gemeinsam mit Lina Marie Kurenbach auf dem Parkett. Aufgrund der zahlreichen berufs- und verletzungsbedingten Absagen stellt Deutschland erstmals bei der EM kein Damenteam.

„Ungeachtet dessen hoffen wir auf drei oder vier Medaillen“, gibt der verletzte David Zentarra die Marschrichtung vor. Er wird auch selber mit nach Ungarn reisen, um die Nationalmannschaft von der Seitenlinie aus zu unterstützen. Mit dabei sind auch als Betreuer Philipp Grafenstein vom TV Lipperode und als Schiedsrichter Philipp Münzner vom TV Lipperode.