Derby-Rivalen trennt nur ein Zähler

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Freitag Abend treffen sich die Hagener Handball-Oberligisten VfL Eintracht Hagen II und TuS Volmetal zum Stadtvergleich. Wenn man so will, zum „großen Derby“. Das kleine findet nämlich tags darauf in der Halle Mittelstadt statt. Um 19.30 Uhr empfängt die dritte Mannschaft der Grün-Gelben die Reserve aus dem Volmetal. Im Hagener Duell der beiden Landeslisten geht es ausschließlich darum, Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln. Zudem empfängt Liga-Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel am Samstag den TV Arnsberg (19.30 Uhr, Oberwengern).

Bouwain erwartet gestärkten VfL

In der Tabelle trennt die beiden Stadtrivalen zur Zeit ein mickriges Pünktchen. Die Volmetaler sind mit zehn Zählern Elfter, die Eintrachtler mit einem weniger Vorletzter. „Da wäre es schon ganz gut, wenn wir gewinnen würden“, weiß Eintracht-Trainer Andreas Kuno um die Bedeutung der Partie. Auch sein Gegenüber, Volmetals Trainer Jörg Bouwain, würde die beiden Punkte ganz gerne mit in den Hagener Süden nehmen, wenngleich er einen „gestärkten“ VfL erwartet. Das liegt vor allem daran, dass die Grün-Gelben auf ihre A-Jugendspieler sowie Jörn Ilper und Philipp Kowalski bauen können. Gerade vor den beiden Letztgenannten hat Bouwain großen Respekt: „Sie geben dem VfL defensiv richtig Stabilität, da wartet ein Abwehrbollwerk auf uns.“ An der eigenen Spielweise werden die Reservemänner aus dem „Tal“ aber nichts ändern. Heißt: Visier auf, mit Vollgas nach vorne und dabei so wenig technische Fehler wie möglich machen. Nach seinem Mittelhandbruch könnte Volmetals Timon Schliepkorte sein Comeback geben. Und auch Nils Kaiser will trotz Nasenbeinbruch auflaufen.

Eintracht III ohne Levent Cengiz

Für Kuno ist klar, dass die Mannschaft mit dem größeren Willen die Partie für sich entscheiden wird: „Es ist ein Derby, da geht es vor allem über den Kampf.“ Bitter für die Hausherren, die sich für die knappe 27:28-Hinspielniederlage revanchieren wollen, ist der Ausfall von Levent Cengiz. Beim 28:28 in Wellinghofen hatte der ehemalige Regionalliga-Spieler des VfL in der letzten Minute eine Rote Karte gesehen - und muss daher das Derby von der Tribüne aus verfolgen.

Die große Stärke der Arnsberger ist ihr Umschaltspiel, das haben die Wetteraner laut ihrem Trainer Stefan Wildförster im Hinspiel (25:34) erfahren müssen. „Wir haben damals gar nicht so schlecht gespielt, doch jeder Offensivfehler wurde sofort bestraft“, erinnert sich Wildförster, der von seinen Jungs daher zweierlei verlangt: Im Angriff konzentriert spielen und schnell zurücklaufen. Fraglich ist noch der Einsatz vom Lennart Brauner, der einen dicken Fuß hat.