Der TSG Herdecke droht der Abstieg in die Kreisliga

Da der FC Wetter (schwarz) aufsteigt, wird es in der nächsten Saison eh nicht zum Derby kommen. Doch jetzt droht die TSG Herdecke (rot) auch noch abzusteigen.
Da der FC Wetter (schwarz) aufsteigt, wird es in der nächsten Saison eh nicht zum Derby kommen. Doch jetzt droht die TSG Herdecke (rot) auch noch abzusteigen.
Foto: Valentin Dornis
Verein vom Bleichstein hat es nicht mehr in der eigenen Hand. In Wetter beim FC und dem TuS geht es entspannter zu.

Wetter/Herdecke..  Während die Saison in Wetter langsam ausklingt, wartet auf die Herdecker in der Fußball-Bezirksliga noch der dramatische Höhepunkt. Am letzten Spieltag hofft die TSG Herdecke noch den Abstieg zu verhindern. Doch das Team ist dabei auf Schützenhilfe angewiesen.
Zwei Niederlagen in Folge nach der gewonnenen Meisterschaft: „Wir haben die Akkus einfach nicht mehr hochfahren können“, stellte Fathi Esbe, Co-Trainer des FC Wetter, fest. Nun ist es auch zu spät: Beim Saisonabschluss in der kommenden Woche gegen die SpVg Hagen 1911 können beide Mannschaften die Saison entspannt zu Ende gehen lassen.
Der TuS Wengern, der bereits als Absteiger fest steht, wehrte sich am Sonntag immerhin dagegen, es den Hagenern zu leicht zu machen: Zunächst gingen sie in Führung, dann hielt Fabio di Tavi die Wengeraner mit zwei Anschlusstreffern noch im Spiel.
Bei der TSG Herdecke wird es zum Schluss noch einmal ernst: Am letzten Spieltag der Saison droht der Verein vom Bleichstein doch noch in die Kreisliga abzusteigen. Zur Erinnerung: Vor der Winterpause stand die TSG noch auf Tabellenplatz sechs. „Allerdings hat das darüber hinweggetäuscht, dass der Abstand zu den Abstiegsplätzen nur wenige Punkte groß war“, sagt TSG-Trainer Zoltan Hülsberg (Bild).

Nun also haben es die Herdecker nicht einmal mehr selbst in der Hand. Wegen des deutlich schlechteren Torverhältnisses müssten sie mit mindestens 20:0 gegen den VfL Schwerte gewinnen – wenn man allerdings von realistischen Bedingungen ausgeht, müssen sie nicht nur selbst gewinnen, sondern brauchen auch eine Niederlage des ETuS/DJK Schwerte gegen den VfK Iserlohn. „Wir können nur an den VfK appellieren, fair zu bleiben und auf Sieg zu spielen“, hofft Hülsberg auf den Sportsgeist der Iserlohner. Doch auch bei den Herdeckern müssen sich einige Spieler anscheinend noch einmal auf die sportliche Fairness besinnen. Denn hinter den Kulissen läuft es schon längst nicht mehr harmonisch. Schlechte Trainingsbeteiligung, Grüppchenbildung und das Streuen von Gerüchten sorgen dafür, dass sich die TSG ausgerechnet in der schwierigsten Phase der Saison nicht als Einheit präsentiert – obwohl für den Verein so viel auf dem Spiel steht. Am Wochenende muss ein Sieg her.

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