Debakel für Preilowski-Team im Lokalderby

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Hohenlimburg..  13 Treffer hat die zweite Mannschaft des SV Hohenlimburg 1910 ihrem Trainer Anziz Mbae bei seinem letzten Heimspiel geschenkt. Trotz des deutlichen 13:2 (5:1)-Sieges des SV 1910 II im Fußball-A-Liga-Derby gegen Eintracht Hohenlimburg wollte sich der scheidende Coach nicht so wirklich freuen.

Gut gespielt, schöne Kombinationen – aber es gab viel Wehmut, denn Anziz Mbae wechselt in die Bezirksliga zum SC Berchum/Garenfeld und wird vorerst nicht zum Kirchenbergstadion zurückkehren, wo er zwei Jahre gerne und erfolgreich gearbeitet hat.

Mit der Leistung durfte er aber mehr als zufrieden sein. „Wir haben einige schöne Kombinationen und gut herausgespielte Tore gezeigt“, freute sich Anziz Mbae. Sehr begeistert zeigte er sich von den A-Jugendlichen Dominik Schäfer, Yannick Quirin und Cedrik Makowski - Letzterer konnte gestern nicht mitwirken. „Sie sind technisch sehr stark, müssen körperlich noch etwas zulegen. In der nächsten Saison hat Jakob Weber eine sehr gute Mannschaft.“

Lob für A-Jugendliche

Sein Pendant Herbert Preilowski gratulierte Anziz Mbae zu seinem Sieg und schlich von dannen. Dass sich sein Team so abschlachten lässt, hätte er im Vorfeld nicht vermutet. In der Schlussphase zeigten die Eintrachtler kaum noch Gegenwehr. Wenn Torwart Sascha Vaerst nicht einige Glanzparaden gezeigt hätte, wäre die Pleite wohl noch dicker gekommen. Bereits nach sechs Minuten hatte Niels von Pidoll zwei Vergissmeinnichte in den Vorgarten von Sascha Vaerst gepflanzt (5./6.), es folgten die weiteren Treffer von Adam Wojtaszek (14.) und Visar Ademi (23.), ehe Tilo Weber (25.) auf 1:4 aus Sicht der Eintrachtler verkürzte. Das war von der Preilowski-Elf aber nur ein kurzer Lichtblick, denn auch in den ersten 45 Minuten verlief die Partie sehr einseitig. Niels von Pidoll stellte in Minute 33 den Halbzeitstand her.

Sechs von-Pidoll-Treffer

Nach der Pause stürmten die Zehner munter weiter, Niels von Pidoll machte nur Sekunden nach dem Seitentausch das halbe Dutzend voll. Es folgte das 7:1 von Alfonso Chaves (50.), ehe Yannick Quirin acht Minuten später sein erstes Tor bei den Senioren erzielte.

Wenig später prallten SV 10-Torwart Patrick Wilke und Patrick Krawiec so unglücklich zusammen, dass Krawiec nicht weiterspielen konnte.

Aber auch das hielt die Zehner nicht davon ab, noch fünf weitere Treffer zu erzielen. Adam Wojtaszek (78.), Niels von Pidoll (81./85.), Visar Ademi (89.) und Jakob Weber (89.) schraubten das Ergebnis auf 13:1 herauf. In der recht langen Zeitzugabe sorgte Peter Beschin für den zweiten Eintracht-Treffer - obwohl der Schiedsrichter Reiner Gillitze sich die vierminütige Nachspielzeit eigentlich hätte schenken können...