Das TSZ Wetter feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag

Peter Liske (v. links), Nahne Johannsen und Christa Beschnitt vom TSZ Wetter knien auf dem Parkett-Boden.
Peter Liske (v. links), Nahne Johannsen und Christa Beschnitt vom TSZ Wetter knien auf dem Parkett-Boden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In der Zeit hat sich in dem Verein einiges geändert. Trotz eines breiteren Angebotes sollen aber immer noch erfolgreiche Paare gefördert werden.

Wetter..  Auf dem Parkettboden des Tanzsportzentrums Wetter (TSZ) standen schon einige berühmte Personen. Oliver Wessel-Therhorn etwa, der 2005 als Bundestrainer des Deutschen Tanzsports seine Schrittfolgen präsentierte. Oder aber Irina Solomatina, eine Top-Trainerin aus Moskau, die im Finale mehrerer Welt- und Europameisterschaften getanzt hat. In diesem Jahr feiert das TSZ nun seinen 25. Geburtstag und blickt schon jetzt auf eine Erfolgsgeschichte zurück. Auch wenn der Vorsitzende des Vereins, Nahne Johannsen, betont: „Wir könnten schon mehr Mitglieder gebrauchen.“

Der Geburtstag des Tanzsportzentrums ist der 13. Juni 1990. Burkhart Borgolte, Heiko Leyhausen und Ulrich Wohlgemuth gründen den Verein, getanzt wird in einer ehemaligen Gaststätte in Gevelsberg-Silschede, die den Sportlern alles andere als ideale Bedingungen bietet. Als sich 1995 auch noch die Lateinformation auflöst, bis dahin das Herzstück des Vereins, taumelt der TSZ fast schon seinem Ende entgegen. Doch es kommt anders. Im Jahr 1998 stößt das hochkarätige Trainerehepaar Dirk Bastert und Alla Bastart-Tkachenko hinzu. „Sie haben damals in Witten gelebt und einen neuen Verein gesucht“, erzählt Johannsen, der seit 1997 im Vereinsvorstand sitzt.

Die Mitgliederzahl wächst in den folgenden Jahren auf deutlich über 100 Sportler. 2008 kommt es aufgrund der „Let Dance“-Welle, eine Tanzshow des Privatfernsehsenders RTL, zu einem regelrechten Boom. 300 Tänzer zählt das TSZ da, mittlerweile hat sich die Zahl bei etwa 120 eingependelt.

Ein weiterer wichtiger Schritt für den Verein ist im Jahr 2002 der Umzug in den ehemaligen Bürgertreff in Volmarstein. Endlich mussten die Sportler nicht mehr in der „Kaschemme“ ihre Füße bewegen, wie Nahne Johannsen die ehemalige Gaststätte in Gevelsberg nennt. Unterstützt von der Stadt baut sich das TSZ eine neue Heimat in Volmarstein auf. Der Tanzraum umfasst nun 220 m², den Parkett-Fußboden im Wert von rund 15 000 Euro verlegen die Mitglieder in Eigenarbeit.

Mittlerweile werden die Turniergruppen im TSZ von Alexander Gromov und Valeriy Schklover trainiert. Der Verein versucht weiterhin erfolgreiche Turnierpaare zu fördern. Auch wenn sich in den 25 Jahren einiges geändert hat. „Wir mussten das Kursangebot deutlich erweitern“, erklärt Johannsen: „Wir bieten zum Beispiel Orientalischen Tanz oder Zumba an.“ Auch hat sich das Verhältnis zwischen Tanzschulen und -vereinen gewandelt. „Früher war es meistens so, dass die Einstiegskurse in Schulen angeboten wurden und bessere Paare in die Vereine gewechselt sind“, so Nahne Johannsen. Nun versuchen die Tanzschulen ihre guten Paare zu halten, im Gegenzug bildet das TSZ auch Anfänger aus.

Der Nachwuchs macht dem Vorsitzenden da schon eher sorgen: „Die Kindergruppen bestehen größtenteils aus Mädchen.“ Trotzdem gebe es aber ein paar junge Tänzer, die im Verein trainieren.

Das Jubiläum soll in diesem Jahr nun am Geburtstag des TSZ gefeiert werden. Dann wird gegrillt – und natürlich auch getanzt.