Das erste Doppel vertreibt schnell alle Wolken
01.07.2012 | 19:28 Uhr 2012-07-01T19:28:00+0200
Hagen. Das mit dem Sektspritzen müssen sie noch ein bisschen üben, vielleicht eine Frage des Alters. Sonst aber präsentierten sich die jungen Tennis-Damen des TC Rot-Weiß Hagen in der Bredelle ganz meisterlich. Das Aufstiegsspiel zur Westfalenliga gegen den Dortmunder TK gewannen die Gastgeberinnen souverän mit 7:2. „Ich denke, das ist die jüngste Mannschaft, die das je geschafft hat“, lobte Klubchef Hans-Horst Klawonn nach dem letzten Ballwechsel, immerhin vier Spielerinnen des Aufsteigers sind nicht älter als 15 Jahre. Klawonn: „Aber heute mussten sie echt kämpfen.“
Es begann leicht zu nieseln, als in der Bredelle die Entscheidung nahte. Doch die Bulgarin Nadejda Vassileva, einzige Importspielerin des Verbandsligisten TC Rot-Weiß, und Marleen Tilgner ließen sich nicht irritieren. Ein Spiel gaben sie ab, doch den dritten Matchball verwandelte Tilgner gegen die chancenlosen Dortmunderinnen Mareike Köhler und Julia Mazur zum glatten Hagener 6:0, 6:1-Sieg. Es war der entscheidende Punkt zum 5:2 für die Gastgeberinnen, der den Aufstieg perfekt machte. Und die dunklen Wolken verzogen sich wieder, pünktlich kam auch die Sonne durch.
4:2 nach den Einzeln
Zuvor hatten die Hagenerinnen in den Einzeln mehr Gegenwehr erfahren, als sie es in der Saison bisher gewohnt waren. Denn Alexandra Bezmenov musste gegen Andrea Martinovska wegen einer Knöchelverletzung im ersten Satz aufgeben, während im Topspiel Vassileva gegen Dortmunds starke Schwedin Beatrice Cedermark unterlag. Nach dem 2:2-Zwischenstand - Laura Sträter trotz Kniebeschwerden und Ana-Lena Toto hatten ihre Spiele jeweils in zwei Sätzen gewonnen - sorgten indes Tilgner und Michèle Erkens wieder für die Hagener 4:2-Führung nach den Einzeln. So reichte dem TC Rot-Weiß zum Aufstieg ein Doppelsieg, den Vassileva/Tilgner auch im Eiltempo herausspielten.
Ihr Sieg beflügelte auch die Teamkolleginnen auf den Nachbarfeldern. Sträter/Bezmenov vergaßen ihre Verletzungen, nach 0:6 im ersten Durchgang siegten sie gegen Cedermark/Ewers noch im Match-Tiebreak des dritten Satzes. Auch Toto/Erkens wollten da nicht nachstehen, trotz 0:4-Rückstands gewannen sie gegen Martinovska/Albuscheit noch in zwei Sätzen. Und riefen Teamkollegin Laura Sträter mit besagter Sektflasche, deren Inhalt so gar nicht schäumen wollte, auf den Plan. Das Tablett mit dem Champagner zum Anstoßen für das Meister-Team war aber schon auf dem Weg zum Court.
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