Concordia-Damen scheitern mit Angriff auf Platz zwei

Der Angriff der Volleyball-Bezirksliga-Damen des SC Concordia (rechts vom Netz) auf den zweiten Platz wurde von CVJM Siegen humorlos abgeschmettert. Schon am Dienstag gibt es im Derby gegen Boelerheide Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Der Angriff der Volleyball-Bezirksliga-Damen des SC Concordia (rechts vom Netz) auf den zweiten Platz wurde von CVJM Siegen humorlos abgeschmettert. Schon am Dienstag gibt es im Derby gegen Boelerheide Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Der grandiose Saisonstart ist bei Landesligist TuS Halden-Herbeck längst vergessen, die Mannschaft geht bereits seit Wochen auf dem Zahnfleisch und verlor nun auch das zweite Kellerduell. Weiter auf einer Welle des Erfolgs schwimmt dagegen Bezirksligist Fichte Hagen, der seine Siegesserie auch im Derby gegen Volmetal fortsetzte.

Herren-Landesliga

VV Schwerte - TuS Halden-Herbeck 3:0 (25:17, 25:17, 27:25). Mit dem allerletzten Aufgebot – von sieben Akteuren waren drei noch angeschlagen – entschied sich Halden, auf den Libero zu verzichten, die Folge war eine unterirdische Annahmeleistung. Schwerte dagegen glänzte in diesem Spielelement und hatte dadurch die klareren Aktionen. „Keine Frage, wenn wir in so einem Spiel 0:3 verlieren, braucht man über den Klassenerhalt nicht mehr zu reden“, gab sich Kapitän Markus Bürger ernüchtert.

SC Concordia Hagen – Lüner SV 2:3 (25:21, 25:18, 21:25, 23:25, 8:15). Vor dem Spiel wären die Concorden vielleicht mit einem Punkt zufrieden gewesen, doch da ein 2:0-Vorsprung noch verspielt wurde, überwog am Ende die Enttäuschung. „Wir haben ab Satz drei so viele Bälle leichtfertig ins Aus oder ins Netz geschlagen, dass wir uns damit komplett aus dem Rhythmus gebracht haben“, analysierte Zuspieler Alex Rack. Im Tie-Break war die Luft dann komplett raus.

Herren-Bezirksliga

TuS Volmetal – Fichte Hagen 0:3 (16:25, 22:25, 20:25). Auch wenn sich Volmetal gegenüber dem Rückrundenauftakt leicht verbessert zeigte, schlichen sich doch in den entscheidenden Phasen immer wieder überflüssige Fehler ein. „Das hat uns das Genick gebrochen“, meinte Zuspieler Karsten Kost. Die Eilper lebten dagegen von starken Angabenserien, vor allem Spielertrainer Ingo Geister konnte sich hier immer wieder auszeichnen.

TuS Grünenthal - TV Berchum (25:13, 25:18, 25:13). Der vor dem Spiel herrschende Optimismus war bei Berchum schon nach einem Satz verflogen. Der Aufstiegsaspirant erwies sich in allen Bereichen als zu stark und agierte fast fehlerfrei. Berchum konnte nur zuschauen und lief konsequent der Musik hinterher.

Iserlohn Panthers – TV Hasperbach 3:0 (25:23, 25:23, 27:25). Der erste verlorene Satz war noch auf Nachwirkungen des verspäteten Neujahrsessens am Samstag zurückzuführen, „aber danach war es einfach höchst bescheiden“, so Kapitän Martin Brinker selbstkritisch zur Leistung gegen den Tabellenletzten. Auch die Ausfälle von Zuspieler Steffen Weinhold und den Außenangreifern Andre Mohs und Achim Hinnenthal wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen.

TSV Hagen 1860 – Linscheid-Heedfeld 1:3 (24:26, 25:17, 20:25, 10:25). Die Sechziger fühlten sich am Ende vom Schiedsgericht arg verpfiffen, denn sowohl im ersten als auch im dritten Satz fielen vermeintlich klare Entscheidungen gegen den TSV. So mussten sich die tapfer kämpfenden Hagener, bei denen sich nach dem Freitagstraining noch Lothar Winnen, Basir Najimi und Michael König abmeldeten, trotz starker Leistung in den ersten drei Sätzen geschlagen geben. So blieben das überragende Blockspiel von Andreas Jürgens sowie die gute Angriffsquote von Carsten Lissa unbelohnt.

Damen-Landesliga

TV Hasperbach – TV Jahn Siegen (19:25, 25:15, 25:27, 25:13, 15:12). Hasperbach zeigte gegen den Tabellenzweiten die beste Saisonleistung und holte sich verdient zwei Punkte. Dabei schien der dritte Abschnitt die Moral des TVH gebrochen zu haben, denn eine 24:17-Führung konnte nicht ins Ziel gebracht werden. Doch die von Interimstrainer Pekka Unflath perfekt gecoachte Mannschaft schlug sofort zurück und kam, angeführt von der umsichtigen Zuspielerin Ricarda Nimmerrichter, immer besser zum Zug. Unter dem Jubel der Fans wurde der erste Matchball verwandelt.

Damen-Bezirksliga

Concordia Hagen – CVJM Siegen 0:3 (5:25, 23:25, 16:25). Der Angriff der Concorden auf den zweiten Tabellenplatz wurde recht humorlos abgeschmettert. „Siegen hat uns ziemlich deutlich unsere Grenzen aufgezeigt“, musste Sprecherin Nadine Maus zugeben. Vor allem der erste Satz war brutal, und auch wenn es danach etwas besser wurde, blieb der SCC doch weit unter seinen Möglichkeiten.

SG Boelerheide – Eichen-Kreuztal 3:2 (25:23, 19:25, 25:19, 24:26, 20:18). Mehr kann ein Volleyballspiel eigentlich nicht bieten: Spektakuläre Aktionen auf beiden Seiten, nervenaufreibende Szenen bis zum Schluss und ein Tie-Break, der das alles nochmal toppte. Zwei Mal wehrte Kreuztal einen Matchball ab, zwei Mal war die SGB nur noch einen Punkt von der Niederlage entfernt, doch dann brachte Katja Schmidtke ihr Service durch und das 20:18 war perfekt. Großen Anteil am Erfolg hatten Libera Sandra Cybulski, die tolle Pässe ans Netz brachte, und Steffi Saddei, die spektakulär verteidigte.

Dienstag Damenderby SG Boelerheide gegen SC Concordia

Bereits am Dienstag (18.30 Uhr, Sporthalle der Grundschule Helfe) kommt es in der Damen-Bezirksliga zum Derby zwischen der SG Boelerheide und Concordia Hagen. Für den SCC also die Chance, den schwachen Auftritt vom Wochenende vergessen zu machen. „Wir müssen, wenn wir uns den dritten Platz wieder holen wollen, deutlich mehr Volleyball spielen als zuletzt“, so Mittelangreiferin Nadine Maus. Boelerheide kommt nach den letzten hart umkämpften Erfolgen mit viel Selbstvertrauen – für echte Derbystimmung scheint also gesorgt zu sein.