Cemile Giousouf stellt SV 10 Hilfe in Aussicht

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf (rechts) besuchte den SV Hohenlimburg 1910.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf (rechts) besuchte den SV Hohenlimburg 1910.
Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg..  Ein bisschen durfte sich Cemile Giousouf wie ein Filmstar fühlen. Denn beim Besuch einer Trainingseinheit der Nachwuchs-Fußballerinnen des SV Hohenlimburg 1910 ließen sich gleich mehrere Mädchen Autogramme von der CDU-Bundestagstagsabgeordneten und -Integrationsbeauftragten geben oder mit ihr fotografieren. Dabei hatte die Einladung der Zehner einen durchaus ernsten Hintergrund: Die Verantwortlichen schilderten der Christdemokratin ihre aktuellen Sorgen und hoffen nun auf deren Unterstützung.

„Wir haben bei den Frauen und Mädchen ein tolles Umfeld“, beschrieb der 2. Vorsitzende des SV 1910, Norbert Ullrich, den rasanten Wachstum im Bereich des Frauenfußballs; um sogleich die damit verbundenen Probleme zu schildern: „Wir können das in Sachen Infrastruktur nicht mehr stemmen. Wir brauchen einen weiteren Platz.“

Auch andere Vereine profitieren

Ins gleiche Horn stieß der SV-Vorsitzende Erich Berlet, der im vergangenen Jahr das Freibadgelände neben dem Kirchenbergstadion erworben hatte, auf dem eben jenes Fußballfeld in absehbarer Zeit entstehen soll. Nicht nur seinem Verein käme eine dritte Anlage zugute, fuhr Berlet fort: „Dann könnten auch der TSK Hohenlimburg und der TuS Holthausen diese nutzen.“

Die anschließende Besichtigung des Freibad-Geländes eröffnete Berlet mit einer erfreulichen Nachricht: „Vor 14 Tagen habe ich erfahren, dass der Bebauungsplan nicht geändert werden muss. Wenn alles normal läuft, sollten wir mit den Arbeiten 2016, spätestens aber 2017 fertig sein.“ Damit auch die letzten Steine zügig aus dem Weg geräumt werden, baut der Vorsitzende auf die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten, die sogleich ein gemeinsames Gespräch mit Hagens zuständiger Dezernentin Margarita Kaufmann in Aussicht stellte.

Denn Berlets Pläne bedeuten nicht nur aus sportlicher Sicht eine gewaltige Aufwertung des Standorts. Neben dem Fußballplatz möchte der Investor eine Halle für ein 3900 Quadratmeter großes Fitnessstudio bauen lassen – Saunalandschaft inklusive. Zur Attraktivitätssteigerung sollen eine Freilegung des momentan noch unterirdisch verlaufenden Emsenbachs und die Schaffung von Teichen beitragen. „Wir machen da was richtig Schönes draus“, war sich der Zehner Vorsitzende sicher.

Geplant seien zwei Bauabschnitte: einer für das Fitnesscenter, der andere für die Fußballanlage. Zudem erfuhr Giousouf, dass auch das ehemalige Freibadgebäude mit sechs Bowlingbahnen sowie einem Museum für Radio- und Fernsehtechnik aufgewertet werden soll.

Zuvor hatte die Integrationsbeauftragte den Zehner Mädchen mehrere Bälle gespendet und sich nach deren ganz persönlichen Wünschen erkundigt. Dazu gehörten ein ordentlicher Rasen ebenso wie neue Umkleidekabinen und neue Trikots. Bei deren Farbe waren sich die jungen Fußballerinnen aufgrund ihrer Sympathien für bestimmte Bundesligavereine allerdings nicht einig. „Blau wäre schön“, befand ein Mädchen – was eine Mannschaftskameradin sofort verneinte: „Gelb ist viel besser!“