BG hofft noch auf auf Umbruch statt Rückzug

Andreas Schweer, bisher Trainer der Basketball-Regionalliga-Damen der BG Hagen, führt am Mittwoch beim TSV Hagen 1860 wieder ein Probetraining durch.
Andreas Schweer, bisher Trainer der Basketball-Regionalliga-Damen der BG Hagen, führt am Mittwoch beim TSV Hagen 1860 wieder ein Probetraining durch.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  So schnell kann es gehen: Im Januar wurden die Basketball-Damen der BG Hagen, die als Regionalliga-Aufsteiger eine starke Hinrunde in der neuen Spielklasse absolviert hatten, beim Neujahrsempfang des Stadtsportbundes als „Mannschaft des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Inzwischen ist das Team in Auflösung. Der Rückzug in die Oberliga wird erwogen. Bis Ende der Woche muss eine Entscheidung gefallen sein.

Verletzungen, Umzug, Ausfälle aus anderen Gründen. In der Rückrunde wurde das Team von Trainer Andreas Schweer immer kleiner. Hatte man zu Beginn der Spielzeit noch an der Tabellenspitze mitgemischt, musste der Neuling am Ende froh sein, die Klasse gehalten zu haben. Und man leistete dem Stadtrivalen TSV Hagen 1860 am letzten Spieltag sogar noch Schützenhilfe auf dem Weg zum Klassenerhalt. Nur weil das BG-Team Recklinghausen mit 46:42 bezwang, konnten sich die BG-Damen durch einen 55:31-Erfolg gegen Bensberg/Herkenrath retten.

Letzteres wäre nicht unbedingt nötig gewesen, denn inzwischen ist das Teilnahmerecht des Zweitliga-Absteigers Phoenix Ladies auf den TSV 1860 übertragen worden. Der bastelt an einer neuen Mannschaft, die, so Beraterin Sabine Kaminski, gar nicht schlecht werden dürfte. U18-Spielerin Leonie Schütter wird zwar kaum in Hagen bleiben, Elina Stahmeyer wechselt zum Barmer TV, Julia Dzeko zieht es nach Kanada und Pia Kassack nach Recklinghausen. Andere Spielerinnen wie Frederike Grunau, Annika Reinhardt oder Ayse Colakoglu wollen pausieren bzw. haben sich noch nicht entschieden. Aber es gibt auch Korbjägerinnen mit Zweitligaerfahrung, die es sich vorstellen zu können zu bleiben. Dazu zählen Sophia Mücke, Kathrin Schlatt und Alina Gimbel.

Zur Aufstockung des Kaders auch der zweiten Mannschaft, die in der Oberliga antreten soll, führt der TSV 1860 „Try-Outs“ durch, an denen auch schon die BG-Spielerinnen Birgit Jockenhövel und Biggy Fahnert teilgenommen haben. Das nächste offene Training findet am Mittwoch von 19 bis 20.30 Uhr in der Sporthalle Altenhagen statt. Geleitet wird es vom bisherigen BG-Übungsleiter Andreas Schweer. Er kann sich ein Engagement beim TSV vorstellen - wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Es soll nicht der Eindruck entstehen, wir hätten ihn von der BG weggefischt“, betont Sabine Kaminski, „er hätte dort auf jeden Fall aufgehört.“ Wie auch Bastian Sommer, der das BG-Landesliga-Team auf Platz drei führte.

„Mit neuen Trainern stehen wir in Verhandlungen“, ließ BG-Chef Fredi Rissmann am Dienstag wissen, „es gab in den letzten Tagen einige positive Signale, auch von Spielerinnen. Vielleicht“, so die Hoffnung des BG-Vorsitzenden, „stehen wir ja nur vor einem Umbruch.“