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Bezirksliga wird Opfer der Reform

21.01.2015 | 16:42 Uhr
Bezirksliga wird Opfer der Reform
Die HSG Wetter/GrundschöttelFoto: Mark Sonneborn

Wetter.  Der Handballverband Westfalen plant im Rahmen einer Strukturreform die Abschaffung der Bezirksliga. Das betrifft auch die HSG Wetter/Grundschöttel.

Einschneidende Veränderungen stehen den Handballern, vor allem in den unteren Ligen, ins Haus. Die geplante Strukturreform des Handballverbandes Westfalen sieht den Wegfall der Bezirksligen vor. Diese Veränderung betrifft auch die Handballer der HSG Wetter/Grundschöttel, kämpft doch die 1. Herrenmannschaft in der Landesliga aktuell gegen den Abstieg in eben jene Bezirksliga. Hintergrund der geplanten Veränderungen zur Saison 2016/17 ist die Tatsache, dass die Vereine immer weniger Mannschaften melden können. Der Verband will mit der neuen Struktur dem demografischen Wandel begegnen. „Wir müssen uns mit Weitsicht mittelfristig aufstellen“, erklärte Verbandschef Michael Neuhaus dazu.

Überkreisliche Spielklasse

Hinter den Kulissen sind die Planungen schon weit vorangeschritten. „Es ist keine Hauruck-Aktion“, so Neuhaus. Am 8. März sollen auf einer Sitzung des Verbandsvorstandes und der Kreisvorsitzenden die Weichen endgültig gestellt werden. Das Konzeptpapier sieht vor, dass die Handballbezirke Nord und Süd aufgelöst werden. Für die Landesligen ist ab Sommer 2016 der Verband verantwortlich.

„Man muss schauen, ob die Attraktivität gesteigert werden kann. Die Verbandsligen werden ja zunächst aufgestockt und dann wieder runtergefahren. Ich stehe der Reform skeptisch gegenüber. Aber vielleicht erkennt ein so kleiner Verein wie unserer die weitreichenden Veränderungen ja nicht. Ich kann zumindest keinen Mehrwert für den Handball erkennen“, äußert sich Ken Baltruschat, Geschäftsführer der HSG Wetter/Grundschöttel, zurückhaltend zu dem Thema.

Vom Handballverband wird derzeit eine Lösung favorisiert, die eine neue, zusätzliche Liga vorsieht. Anstelle der bisherigen Bezirksligen soll jeder Kreis eine „Kopfliga“ hinzubekommen, eine Liga, in der die stärksten Teams versammelt werden. Besonders im Bezirk Süd aber, zu dem auch die HSG gehört, ist scheinbar eine weitere Alternative denkbar: Die Kreise schaffen unter eigener Regie eine überkreisliche Spielklasse. Wenn sie sich denn organisatorisch und finanziell stemmen lässt und wenn der Verbands seine Zustimmung gibt. So oder so dürfte es aber an der Basis weiter rumoren. Verbandschef Neuhaus ist das bewusst: „Es wird auch Gegenwind geben, aber ein Festhalten am Status quo würde die Lage nicht verbessern.“

Landesligaaufstieg vor Augen

Die HSG Wetter/Grundschöttel ist derzeit mit der 1. Damenmannschaft in der Bezirksliga vertreten. Die 1. Herrenmannschaft spielt in der Landesliga, für die sich die Zuständigkeit auch ändern würde.

Auf Kreisebene spielen die 2. Herren- und Damenmannschaft in der Kreisliga Hagen/Ennepe-Ruhr im Bezirk Süd. Während die Damenmannschaft Spitzenreiter der Bezirksliga ist und damit den Aufstieg in die Landesliga vor Augen hat, sieht es im Lager der Männer nicht so gut aus. Das Herren-Team von Trainer Stefan Wildförster kämpft um den Klassenerhalt in der Landesliga, startete aber mit einem Achtungserfolg in das neue Jahr. Gegen den Tabellendritten TV Schwitten unterlag die HSG auswärts mit 28:32.

Mark Sonneborn

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2015-01-21 16:42
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