Beim Hohenlimburger Schwimmverein geht eine Ära zu Ende

Die Wasserballer des Hohenlimburger SV unterlagen dem SGW Iserlohn mit 6:12.
Die Wasserballer des Hohenlimburger SV unterlagen dem SGW Iserlohn mit 6:12.
Foto: WP

Hohenlimburg..  „Eine Ära geht heute zu Ende“, kommentierte Lothar Papajewski, Wasserballwart des Hohenlimburger SV, die 6:12 (1:4. 1:2, 2:3, 2:3)-Heimpleite des HSV gegen die Reserve von SGW Iserlohn.

Drei Jahre hintereinander hatten die Hohenlimburger Wasserballer die Südwestfalenliga verlustpunktfrei dominiert und auch im Pokal für Furore gesorgt. In der Saison 2014/15 landeten sie nach drei Siegen und sieben Niederlagen in der Abschlusstabelle gerade einmal auf dem vorletzten Platz und ließen nur Westfalen Dortmund hinter sich. Es dauert wohl noch längere Zeit, bis in Hohenlimburg wieder Wasserball auf höherem Niveau gespielt werden kann.

Der Grundstein dafür ist aber bereits von Schwimmtrainer Carsten Dorn gelegt worden, der auch eine neue Wasserballmannschaft aufbaut. Ein paar Jugendliche sind schon so weit, dass sie mit Spielern der jetzigen Herrenmannschaft in der nächsten Saison eine Klasse tiefer, in der Bezirksliga, spielen können.

In der Partie gegen SGW Iserlohn II, wo aufgrund des fehlenden männlichen Nachwuchses beim HSV gleich mehrere Hohenlimburger spielen, zogen sich Papajewski und Co noch einigermaßen ordentlich aus der Affäre. Denn die Gastgeber mussten mit Oliver Tobi, Alexander Schroth, Michael Lazin und Vadim Plotnikov gleich vier wichtige Spieler ersetzen.

Operation an der Wurfhand

Plotnikov wird seine lange Wasserballkarriere wohl endgültig beenden, wurde er doch unlängst an seiner rechten Wurfhand operiert. Eigens für die Partie gegen Iserlohn hatte sich Plotnikov vom Krankenhaus beurlauben lassen, um das Geschehen zumindest vom Beckenrand zu verfolgen.

Doch auch das sollte seinen Teamkameraden nicht helfen, denn die jungen Iserlohner spielten ihre Schnelligkeit aus und waren der Hohenlimburger Rumpfmannschaft in jeder Beziehung überlegen. Zumindest erwies sich HSV-Torwart Dominik Krake aber einmal mehr als großer Rückhalt seines Teams und bewahrte es vor weiteren Gegentoren.

In den ersten Minuten tasteten sich die Kontrahenten noch ab, dann gingen die Gäste per Doppelschlag mit 2:0 in Führung (5.). Stephan Bönisch verkürzte per Fünfmeter zwar noch einmal auf 1:2, doch bis zum Ende des ersten Abschnitts zog Iserlohn auf 4:1 davon. Die weiteren Viertel verliefen zwar etwas knapper, doch am klaren SGW-Sieg sollte auch das nichts ändern.

In der fairen Begegnung zog sich Hohenlimburgs Yvo Rüsseler eine Verletzung zu, als sein Gegenspieler ihn bei einer Rückwärtsbewegung mit dem Kopf im Gesicht traf. Rüsseler musste daraufhin im Krankenhaus an der Lippe genäht werden.

HSV: Dominik Krake, Björn Beck, Lars Platenius, Yvo Rüsseler, Karsten Menzel, Christopher Effele, Jürgen Otto (4), Stephan Bönisch (1), Lars Papajewski (1).