Bei Tiefenwassergymnastik entdeckt man neue Muskeln

„Eigentlich hasse ich Wasser“, verrät Sigrid Nowozin (Mitte).  Den Spaß an der Tiefenwassergymnastik sieht man ihr trotzdem an.Foto:Linda Sonnenberg
„Eigentlich hasse ich Wasser“, verrät Sigrid Nowozin (Mitte). Den Spaß an der Tiefenwassergymnastik sieht man ihr trotzdem an.Foto:Linda Sonnenberg
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Hagen..  Laut Duden bezeichnet das Wort „tief“ eine beträchtliche Ausdehnung nach unten. „Bei uns reichen schon zwei Meter gut aus“, lacht Übungsleiterin Edelgard Stoffels vom Schwimmverein Westfalen 23 Hagen. Bei der Tiefenwassergymnastik im Westfalenbad hilft ein Schwimmgürtel zusätzlich dabei, dass die Teilnehmer nicht nach unten abtreiben.

Was passiert im Becken?

Eine typische Übungsstunde beginnt zumeist mit dem „Einlaufen“ im Wasser. Unterstützt durch den Schwimmgürtel gehen die Sportler im Wasser auf und ab. Danach kommen unterschiedliche Geräte, wie etwa Poolnudeln und kleinere Gewichte zum Einsatz. „Der Unterschied zur Flachwassergymnastik liegt schon in dem Schwierigkeitsgrad“, erklärt Übungsleiterin Stoffels, „Einsteiger sollten erstmal im Flachwasser anfangen.“

Während im flachen Wasser mehr Dehnungen gemacht werden, bedeuten die Bewegungen freischwebend eine größere Belastung für die Muskulatur. „Auch wenn die Gewichte an Land sehr, sehr leicht sind, im Wasser wird es nach einer Zeit schon ziemlich schwer“, weiß die Übungsleiterin aus Erfahrung. „Es ist ein absoluter Ganzkörpersport“, erläutert Stoffels, „man entdeckt im Wasser plötzlich ganz neue Muskeln.“

Wer ist die Zielgruppe?

„Eigentlich kann jeder teilnehmen, der sich gerne im Wasser bewegt“, sagt Edelgard Stoffels, um augenzwinkernd hinzuzufügen: „Schwimmen sollte man natürlich schon können.“ Zu den Kursen des SV Westfalen 23 kommen unterschiedlichste Teilnehmer. „Wir sind eine bunt gemischte Truppe aus Berufstätigen und Rentnern“, so die Übungsleiterin. Allen sagt das kurzweilige Programm zu.

„Ich hasse Wasser“, trotz dieser für eine Schwimmerin überraschenden Aussage ist Sigrid Nowozin seit 40 Jahren Mitglied im Verein und erzählt: „Ich war eine Zeit lang im Fitnessstudio, aber hier hat man keinen Muskelkater und viel mehr Abwechslung.“ Angelika Rätz, eine andere Teilnehmerin, ergänzt: „Es ist nicht so monoton und bei jedem Wetter gut machbar.“

Interessierte können sich unter der Email-Adresse sv-westfalen23-hagen@arcor.de oder unter 02331/3779062 anmelden und informieren.

Wann wird trainiert?

Das Training findet jeden Donnerstag - aktuell auch in den ersten drei Wochen der Sommerferien - im Westfalenbad Hagen am Ischeland statt. Unterteilt in drei Gruppen beginnt die erste Einheit um 19.15 Uhr und endet um 20 Uhr, die zweite läuft von 20 bis 20.45 Uhr und die dritte Tiefenwassergymnastik-Übungsstunde findet von 20.45 bis 21.30 Uhr statt.