Bei den Kleinen fängt es an

Wetter..  Vielleicht spielt Aleksander Markovic bald so gut Fußball wie seine Vorbilder vom BVB. Doch ausgerechnet wenn der E-Jugend-Spieler einem Dortmunder Starfußballer nacheifern will, packt dieser seine Tasche und wechselt zum FC Bayern München. So war es bis jetzt schon oft, trotzdem hofft er auf eine Karriere in der Fußball-Bundesliga. Diese wünschen sich die Trainer beim FC Wetter auch für ihre Spieler. Am Anfang steht für sie dabei eine gut organisierte Jugendarbeit.

Anfeuern ja, eingreifen nicht

Die Eltern können dem FC Wetter dabei helfen. „Es geht darum, keinen Druck aufzubauen und den Trainern mehr zu vertrauen. Anfeuern ja, eingreifen nicht“, wünscht sich Jugendtrainer Achilles Domtsias. Aber er weiß auch, dass es bei der Jugendarbeit eben länger dauert, bis Erfolge sichtbar sind. Deshalb will der Verein auch an anderen Stellen weiterhin viel für seine jüngeren Mannschaften tun. Sämtliche Ziele haben Trainer und Vorstand auf Papier gebracht und in ein spezielles Jugendkonzept geschrieben, das sie jetzt einigen Eltern vorgestellt haben. Ein Punkt ist bereits abgearbeitet: der Mitgliedsbeitrag. Seit vergangenem Jahr gehen von 7 Euro monatlich 1,50 Euro auf das Konto der Jugendkicker. Hier wird das Geld dringend gebraucht, da ist sich die Vereinsspitze einig. Zum Beispiel für die Ausbildung von Trainern: In den letzten zwei Jahren haben vier Jugendtrainer lizenzierte Lehrgänge beim DFB bestanden. „Wenn das so weitergeht, dann kommen wir bald in eine ganz andere Qualität“, hofft der Vorsitzende Walter-Julius Stolte.

„Man merkt, dass etwas passiert“, sagt auch Spieler-Vater Sascha Markovic. Nicht nur bei der Ausbildung der Trainer, auch bei der Ausbildung der Spieler. Dafür ist Gerhard Waldhoff verantwortlich. Er hat vor zwei Jahren das ganze Training umgekrempelt. „Fußball beginnt im Kopf“, sagt er und setzt auf eine wahre Zauber-Zutat im Sport: die Kraft der positiven Gedanken. Er nennt das mentale Stärke, natürlich in Verbindung mit guter Kondition und Koordination. Alles zusammen können die Minis mindestens bis zur A-Jugend beim FC Wetter erarbeiten. Denn für Walter-Julius Stolte ist längst klar: „Ein Verein besteht nicht nur aus der ersten Mannschaft, ein Verein ist wesentlich mehr.“

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