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Basketball-Bundesliga

BBL-Wildcard kostet künftig 250 000 Euro

30.09.2012 | 19:50 Uhr
BBL-Wildcard kostet künftig 250 000 Euro
Phoenix Hagen startet am Mittwoch gegen Gießen in die Saison.Foto: Michael Kleinrensing

Bamberg/Hagen.   Die Basketball-Bundesliga setzt die Standards herauf. Eine Trainingshalle wird bald Pflicht. Zudem beschloss die BBL die kräftige Erhöhung der Wildcard-Gebühr auf 250 000 Euro. Bisher lag die Gebühr bei 150 000 Euro.

Im April entschied das Duell Phoenix Hagen - Gießen 46ers über Klassenerhalt oder Abstieg, trotzdem eröffnet das Aufeinandertreffen der beiden Traditions-Standorte am nächsten Mittwoch die Saison 2012/13 der Basketball-Bundesliga (BBL) um 17 Uhr in der Enervie Arena. Weil die sportlich abgestiegenen Gießener durch die Hintertür per Erwerb einer Wildcard doch erstklassig blieben. In der bevorstehenden Spielzeit dagegen wäre den Mittelhessen ein solcher Weg verbaut, sie müssen sportlich die Klasse erhalten. Bei der Liga-Tagung in Bamberg beschloss die BBL nicht nur die kräftige Erhöhung der Wildcard-Gebühr auf 250 000 Euro (bisher 150 000). Zudem kann ein Klub allenfalls alle fünf Jahre eine Wildcard erhalten und über diesen Weg in die Bundesliga kommen.

Ein Beschluss, den Geschäftsführer Oliver Herkelmann von Phoenix Hagen durchaus begrüßt. „Die Wildcard war ja eigentlich ein Mittel, um potenziell interessante neue Standorte in die Liga zu bringen“, sagt er, „und wir haben immer gesagt, dass wir bei einem sportlichen Abstieg auch in die Pro A gegangen wären.“ Für die laufende Saison bedeutet das, dass nicht nur Gießen, sondern auch den Eisbären Bremerhaven und TBB Trier im Falle des sportlichen Abstiegs eine Teilnahme an einem Wildcardverfahren verwehrt wäre, weil sie in den letzten fünf Jahren über diesen Weg nachträglich in der Liga geblieben sind.

Auch in anderen Bereichen wurden die Standards der BBL erneut erhöht. „An der Entwicklung der Liga wird weiter gearbeitet“, sagt Herkelmann, „das ist gut, aber gerade auf kleinere Klubs kommt da eine Menge zu.“ So wird die Jugendförderung ausgebaut, bald ein dritter hauptamtlicher Nachwuchs-Trainer Pflicht. Zudem gehört künftig eine eigene Trainingshalle zu den Dingen, die ein Erstligist vorweisen muss, will er nicht empfindliche Strafen bezahlen.

Gießen siegt im letzten Test

Während Herkelmann Phoenix beim Liga-Treffen in Bamberg vertrat, nahm Trainer Ingo Freyer mit dem Team nach der Rückkehr aus Belgien vom letzten Testspiel (117:117 nach Verlängerung bei Erstligist Aalst) die konkrete Vorbereitung auf den Start gegen Gießen auf. Sie begann mit dem Video-Studium des letzten Tests der 46ers, bei dem Co-Trainer Steven Wriedt vor Ort den 85:65 (39:26)-Sieg der Gießener gegen ProB-Ligist gesehen hat. Dort gab der österreichische Nationalcenter Benjamin Ortner als Ersatz für den verletzten Elvir Ovcina sein Debüt mit elf Punkten, während der langjährige Phoenix-Spieler Dominik Spohr leer ausging.

Axel Gaiser



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