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BBL hat ehrgeizige Ziele

25.01.2011 | 11:20 Uhr
BBL hat ehrgeizige Ziele

Hagen/Trier.Ehrgeizige Ziele peilt die Basketball-Bundesliga (BBL) für die Zukunft an. „Im Jahr 2020 wollen wir in Europa die stärkste Basketball-Liga sein“, erklärte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer am Rande des Allstar-Days in Trier. Messen lassen müsse sich das an Wirtschaftskraft, sportlichem Erfolg und medialer Präsenz, wobei laut Pommer momentan die Verbreitung in den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern hinter den Erwartungen zurück bleibe.

Große Hoffnungen setzt der BBL-Geschäftsführer dabei in den sich abzeichnenden Aufstieg des FC Bayern München. „Die Bayern sind einer der profiliertesten und am meisten beachteten Vereine in Europa.“, sagte Pommer, „in ihrer DNA ist Erfolg ein zentraler Bestandteil. Sie werden der ganzen Liga einen Schub geben.“ Allerdings birgt ein Bayern-Aufstieg auch Konfliktpotenzial, denn eine Doppelfunktion von Dirk Bauermann - vor zehn Jahren bei Brandt Hagen unter Vertrag - als Bayern-Coach und Bundestrainer wie momentan in der ProA lehnt die BBL weiter ab. Bei Schiedsrichtern, Medien und Spielern habe der Bundestrainers eine andere Autorität als seine Kollegen. Im Februar wollen BBL, Bayern und der in Hagen ansässige Deutsche Basketball-Bund (DBB) über den Fall sprechen.

„Wir sind nicht Teil des Problems“, sagte dazu Pommer, was prompt den Widerspruch von DBB-Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt herausforderte. „Die ganze Diskussion würde gar nicht existieren, wenn die BBL nicht entschieden hätte, dass ein Trainer in der BBL nicht gleichzeitig eine Nationalmannschaft betreuen darf“, betonte er, Pommer würde sich mit seiner Äußerung aus der Verantwortung nehmen. Der DBB habe nach wie vor großes Interesse daran, dass Bundesliga-Trainer ihr großes Fachwissen auch an Nationalmannschaften weitergeben.

Großes Gesprächsthema in Trier war auch der überraschende Wechsel von Spielmacher Michael Jordan vom Mitteldeutschen BC zu den LTi Gießen 46ers. Dass der MBC dadurch Sonntag geschwächt bei Phoenix Hagen gastiert, glaubt Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann nicht. „Die MBC-Mannschaft ist ohnehin nicht mehr mit der von unserem Hinrundensieg zu vergleichen“, sagt er, zumal der lange verletzte Center Johnnie Gilbert und möglicherweise auch der serbische Spielmacher Radenko Pilcevic in Hagen wieder ins Team zurückkehren.

In der Allstar-Pause hat sich Phoenix mit Andy Büche rt mündlich auf eine Verlängerung des Vertrags bis Saisonende geeinigt. Über ein darüber hinausgehendes Engagement wurde noch nicht gesprochen. Herkelmann: „Andy muss sich erstmal klar werden, ob er weiter als Profi spielen will.“(aki)

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