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Sanierung der Ischelandhalle aus dem Konjunkturpaket scheint...

Baubeginn frühestens im Spätsommer

10.02.2009 | 18:06 Uhr
Baubeginn frühestens im Spätsommer

Beim Thema Sanierung und Ausbau der Ischelandhalle sind sich im Moment alle Beteiligten einig. So nah wie jetzt war man dank der 26,6 Millionen Euro aus dem Berliner Konjunkturpaket noch nie an einer Realisierung.

CDU-Frakktionschef Wolfgang Röspel meinte: „Wenn es jetzt nicht klappt, dann klappt es nie.” 

Dezernentin Christine Grebe: "Die alten Pläne sind nicht detailliert genug für einen Bauantrag."

Seine Fraktion und die der SPD (WR berichtete) hatten am Montag beschlossen, das Thema schon am Donnerstag in die Ratssitzung einzubringen. Dann wird, das darf als sicher gelten, die Verwaltung beauftragt, die Halle - wie für 2010 ohnehin vorgesehen - zu sanieren und darüber hinaus auf eine Zuschauerkapazität von rund 3000 auszubauen. Ungelöst scheinen jedoch Fragen nach den genauen Kosten und der künftigen Betriebsform.

3,2 Millionen werden für die Sanierung inklusive energiesparender Maßnahmen fällig, 3,5 Millionen soll der Ausbau kosten. So rechnen SPD und CDU. Darüber hinaus soll sich die Phoenix GmbH finanziell beteiligen. SPD-Fraktionschef Jochen Weber sprach von einer Million Euro, Röspel von der CDU von einem sechsstelligen Betrag. Phoenix-Aufsichtsrats-Chef Thomas Haensel, sagte auf Anfrage: „In der aktuellen Diskussion hat man uns noch gar nicht angesprochen, wir sind momentan eher in der Rolle eines Zuschauers. Tatsache ist natürlich, dass wir die Gelegenheit, wie sie sich jetzt bietet, gern annehmen.” Haensel kann momentan wegen einer Erkrankung nicht aktiv ins Geschehen eingreifen.

Info
STIMMEN

"Projekt ist nicht verlässlich berechnet"

Zum Thema Ausbau der Ischelandhalle und Konjunkturpaket sammelte die WR Stimmen.

Dietmar Thieser, Vorsitzender des Stadtsportbundes: Mit ist nicht bekannt, dass es aktuell verlässliche wirtschaftliche Berechnungen für dieses Projekt gibt. Das betrifft auch die Folgekosten. Festgeschrieben ist auch nirgends, was Phoenix an Anteil einbringt. Aus SSB-Sicht ist die Sanierung der Halle für den Schul- und Vereinssport zu begrüßen.

Oliver Herkelmann, Geschäftsführer Phoenix: Wir haben in Sachen Halle ja schon viel Hin und Her erlebt, so dass ich sage: Ich bin vorsichtig optimistisch. Wo während der Bauzeit gespielt wird, müssen wir entscheiden, wenn es so weit ist.

Friedhelm Tenne, sportpolitischer Sprecher SPD: Das Projekt ist äußerst wichtig für Schulen und Vereine. Für unsere Fraktion wäre es wichtig, dass heimische Unternehmen mit den Arbeiten beauftragt werden.

Martin Erlmann, Mitglied des Sportausschusses (CDU): Die letzten Jahre mit vergeblicher Sponsorensuche haben gezeigt, dass es keine Alternative zur Stadt als Betreiber gibt. Der Rat muss ein Zeichen setzen, damit die Verwaltung am Freitag mit der Arbeit anfangen kann.

Und das muss er im Grunde auch noch gar nicht, denn bis am Ischeland der erste LKW anrollt, dürfte es Herbst werden. So schätzt jedenfalls Christine Grebe vom Amt für Immobilien und Bauen das weitere Prozedere ein: „Wenn alles optimal läuft.”

Grebes Bereich war vor rund zwei Jahren damit beschäftigt, Pläne für einen Ausbau zu erstellen. Heraus kam ein Entwurf der Architekten „Schmahl Gerigk”, später favorisierte man das Thema Hallenneubau, der günstiger als ein Ausbau erschien.

Grebe blickt zurück: „Die damaligen Pläne waren nicht so detailliert, dass sie reif für einen Bauantrag oder eine Ausschreibung wären.” Ein großer Vorteil in der heutigen Situation liege aber darin, dass der Rat vor einigen Wochen Baurecht am Ischeland geschaffen hat. Gebe: „Das erleichtert Einiges.”

Die zentrale Frage bleibt vorerst, ob das Geld aus dem Konjunkturpaket für einen Hallenausbau verwendet werden darf. Dass damit die als Schulsporthalle genutzte „Ische” wie geplant saniert werden kann, gilt als sicher.

Ob auch ein Ausbau möglich ist, muss sich erst noch entscheiden. Am Freitag muss das Konjunkturpaket Bundestag und Bundesrat passieren, dann muss die Landesregierung die Kriterien vorgeben, wofür die Konjunkturmillionen verwendet werden dürfen. „Ich denke schon, dass auch eine Hallenerweitung da hinein passen wird”, sagte Wolfgang Röspel. Er hatte seinen Vorschlag um den Aspekt erweitert, dass die THG-Aula künftig als Probenraum für das Sinfonieorchester genutzt werden soll.

Christine Grebe geht davon aus, „dass die Kriterien des Landes in den nächsten zwei Wochen bekannt werden, damit wir sehen können, was mit dem Geld machbar ist.”

SPD-Fraktionschef Jochen Weber räumte ein: „Sicher sind noch Fragen offen. Aber wir müssen angesichts dieser einmaligen Chance die Ärmel hochkrempeln und die Probleme nach und nach lösen.”

Carsten Rüßel



Kommentare
11.02.2009
23:16
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von jadann | #24

jadann, es sollte eine sinnfolle und kostengünstige überholung werden in der sich auch die basketballer wohlfühlen können. denn es gibt auch noch andere sportarten die sich in der halle wiederfinden und denen sollte man nicht die luf(s)t nehmen.

11.02.2009
19:37
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von Honko | #23

@bloßweg
Die Gewerbesteuerumlage wurde 1970 erfunden, kostet uns aktuell eta 20 mio pro Jahr.
Gestern hat das Land erfunden, dass es uns gaaaanz einfach 600.000 weniger für die Ganztagsbetreuung zahlt.
Der Bund hat erfunden, dass er sich für 2008 statt mit 31,2 nur noch mit 28,6 Prozent an den Wohnkosten nach SGB II beteilig, kostet uns 1,2 Mio.
Der Verglech mit Belegschat ist schwachsinn, da ich Auslagern kann, dadurch möglicherweise sogar teurer bin.
Wichtig ist dabei auch, dass MAN Hagen in den 70gern als Oberzentrum fürs Sauerland aufgestellt hat, und Hagen dementsprechend Leistungen aufgebaut hat, die man uns heute einfach nicht mehr bezahlt.
z.B. ist das Theater schön und gut, obwohl es mich persönlich nicht interessiert, ABER es ist eine Leistung für die Region und nicht für Hagen, warum wird die Region dann nicht an den Kosten Zwangsbeteiligt? Mit Betteln, wie von der politik angeregt, läuft da nichts ;-)

Weiterhin kann man eventuell unnötige Angestellte bei der Stadt nicht rausschmeissen, somit ist eine Diskussion in diesem Bereich überflüssig.
Die Stadt stellt übrigens ein, leider ist es halt so, dass Mitarbeiter aus iregndwelchen Ämtern nicht als Ingenieure oder EDV Spezialisten eingesetzt werden können. Einige mögen daher kündbar sein, auf diese kann man aber nicht verzichten...

Bund und Land beteiligen sich nicht an diesem Forum, aber es ist wichtig, dass die Bürger begreifen, dass die Stadt sehr stark (neben eigenen Fehlern) von Bund und Land ausgenommen wird.

@eres
Ich wollte dies eigentlich nicht auf den Tisch bringen, aber das Theater kostet die Stadt in den nächsten 20 Jahren mindestens 500 MILLIONEN EURO. (Zinseffekte berücksichtigt)

Wie arrogant muss man sein unter diesen Umständen den Sportinteressierten 5 Mio zu verweigen?

Übrigens treten im Theater PROFI-KÜNSTLER auf, die ähnlich wie Profi-Sportler aus aller Herren Länder kommen.

Sollen die Theaterbesucher Ihre 150 Euro Einrittskarten selbst bezahlen, denn so viel würden die kosten, VIEL SPASS

Wer im Kristallpalast sitzt sollte NICHT mit Steinen werfen!!!

11.02.2009
17:18
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von eres | #22

wenn phönix unbedingt eione neue halle will, oder aufgrund aufstiegswünschen eine erweiterte ische will, soll phönix einen erheblichen kostenanteil übernehmen ! wer über kultureinsparungen debattiert darf einsparungen im PROFIsportbereich nicht vergessen. keine frage das kindergärten - schulen - sportvereine gefördert werden sollen wenn sie angebote für kinder und jugendliche anbieten, aber profivereine die geld über den sport verdienen.... müssen erheblich an den kosten für sportstätten beteiligt sein.

11.02.2009
16:17
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von bloßweg | #21

@honko,
das ist ganz einfach.
Bis jetzt haben unsere Politiker die Schulden, die aufgrund ihrer Handlungen (oder Unterlassungen) entstanden sind, stets durch Reduzierung der Leistungen für die Bürger zu senken versucht.
Der Mentor hat zu Recht dargestellt, dass das nunmehr immer noch vorhandene Defizit von 130 Mio. jährlich durch Erhöhung der Grundsteuer und Einsparung eben einer solchen Anzahl an MitarbeiterInnen beseitigt werden kann. Der Vergleich mit den MitarbeiterInnen anderer Städte zeigt Gleiches.
Diese Diskussion wurde schon oft hier an anderer Stelle geführt, auch stellen natürlich die MitarbeiterInnen der Verwaltung es so dar, dass sie für eine verfehlte Politik nicht büßen wollen.
Sie nicht, die Bürger nicht, die Politiker bereits nach eigenem Selbstverständnis nicht, die Verwaltungsspitze nicht, wer dann?
Also suchen wir uns - und so schließt sich der Kreis - das Land und den Bund aus, der an diesem Forum sich sicherlich nicht beteiligen wird, und haben adäquate Schuldige gefunden.
Helau und Alaaf
bloßweg, viele Grüße

11.02.2009
15:30
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von Honko | #20

@ernst august

In der Tat finde ich es unmöglich, dass man das Bad in Hohenlimburg geschlossen und Hengstey (mit Herdecke direkt nebenan) (erstmal) erhalten hat. (ich gehe übrigens üblicherweise ins Hengstey Bad)

NUR: hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Die Bäder kosten im Jahr so um die 10 Millionen Euro. JEDES JAHR. Das ist strukturelles Defizit.

Die Hallen-Aktion am Ischeland ist EINMALIG, und spart danach Geld zum Status Quo ein.

11.02.2009
15:03
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von ernst august | #19

Als Hohenlimburger geht mir bei der Diskussion über die Sanierung der Ischelandhalle echt die Hutschnur hoch.Nicht nur bei uns wurden in den letzten Jahren die Bäder geschlossen um ein anderes Projekt in Hagen zu realisieren, und dan lese ich das für einen Verein solche Summen ausgegeben werden um ihnen die Vorrausetzungen füe die erste Liga zugeben.
Daraus schliesse ich das ein einzieger Verein Wichtiger ist als gesamte Stadtteile.
Es wird Zeit das irgendjemand diesen möchtegern Politikern zeigt wo der Hammer hängt.

11.02.2009
14:11
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von KarlRanseier | #18

Hahahahaha, ja dann sind die 26,6 Mio. ja schön verballert worden... hahahha, tja auf diese Stadt ist verlaß.... Hahahaha

11.02.2009
14:09
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von KarlRanseier | #17

....ÄÄHH, ist das denn jetzt mit dem Grundwasser geklärt, denn man hatte sich ja für die etwas kostenaufwendigere Lösung entschieden, damit auch richtig wieder die Millios in den teich gesetzt werden... oder wie war das ...?

11.02.2009
13:41
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von Honko | #16

@bloßweg
Jochen Weber interessiert mich mal gar nicht. Hab ich vor ein paar Wochen zum ersten mal gehört.

Wieso sind 800 Mitarbeiter in der Stadtverwaltung zuviel? Weisst Du das, weil es IRGENDJEMAND behauptet hat? Oder woher?

Hagen WURDE für die Sachmittel der Schulen verantwortlich gemacht. Wenn es für Dich vorrangig ist für die Ambitionen einer Landesregierung den Kopf hinzuhalten, dann viel Spass, dann zahl Du aber bitte deren Ambitionen und lass mich da raus.

Basketball ist sicherlich nicht der Nabel der Welt, aber in Hagen wichtig genug ungefähr 0,5% des Jahresetats EINMALIG auszugeben.

...übrigens, bevor Du versuchst mich in irgendwelche politischen Ecken einzugliedern, ich bin der Meinung, dass es keine Partei gibt die wirklich NUR Hagen vertritt.
Ich habe wenig Vertrauen, wenn es darum geht, dass sich ein Hagener SPD-, CDU-, FDP- oder Grünenpolitiker GEGEN die ÜBERGEORDNETE Landespartei durchsetzt.
Die Zweigniederlassung revoltiert nicht gegen die Zentrale, sonst hätte man schon längst und VIEL DEUTLICHER auf die durch Landespolitik entstandenen Miseren aufmerksam gemacht.
Dieser Weber kann da vielleicht etwas sagen, weil seine Partei aktuell im Land in Oposition ist. Wäre das anders, wäre auch sein Mund verschlossen...

@Uljanow
Die Stadt zahlte 2008 32 Millionen allein für Wohnkosten nach SGB II, der Stadt wurden 2008 20 Millionen Gewerbesteuern weggenommen um damit Löcher im Landeshaushalt zu schliessen und an arme Städte wie vermutlich Breckerfeld zu verteilen. Die Stadt zahlt im Jahr 5 Million für Aufbau Ost, und verrottet selbst. Die Stadt zahlt nächstes Jahr über 80% der Kosten etwa 6 Millionen für die Ganztagsbetreuung, die das Land so eben erdacht hat.

Entschuldigung, das Deviratedingsbums ist sehr sehr ärgerlich. Allerdings wurden die Städte durch Land und Bezirk dazu gedrängt mit solchen Geschäften die Haushalte zu sanieren, WEIL andere Städte es erfolgreich vorgemacht haben.

Ändert nichts an der Schuld der Kämmerei, jedoch sind diese EINMALIGEN 40 Millionen Peanuts gegenüber das was man JEDES JAHR an Ausgaben für Leistungen hat, die von übergeordneten Stellen BEFOHLEN werden.

11.02.2009
12:35
Baubeginn frühestens im Spätsommer
von bloßweg | #15

Ach Honko,
kommt mir so vor wie eine Lobrede auf Jochen Weber nach dem Motto, der ist doch seit 10 Jahren so gar nicht schuld, dass die Schuld der Stadt Hagen immer höher geworden ist und nunmehr 1.2 Milliarden Euro beträgt. Schuld sind nur Bund und Land.
So ein Quatsch. 800 Mitarbeiter in der Stadtverwaltung zuviel, die Schulden sind alle verfrühstückt!
Aber es nutzt doch auch nur für die kommende Kommunalwahl, nach rückwärts zu schauen, doch nicht für die jetzige Finanzlage.
Hagen ist pleite, aber für die Sachmittel der Schulen zuständig. Dann sind diese m.E. vorrangig vor einem Sportverein und dessen Ambitionen. Baskettball ist sicherlich nicht der Nabel der Welt.
bloßweg, viele Grüße

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