Ausschuss will höhere Zäune am Sportplatz

Herdecke..  Der Sportplatz am Bleichstein sorgt weiter für Ärger: In der Sitzung des Ausschusses Schule, Kultur und Sport ging es um erhebliche Schäden auf der Anlage, die von zwei Vereinen genutzt wird: dem TSV 1863 Herdecke und der TSG Fußball Herdecke.

Nach einem Brief von Antje Meyer im Auftrag des TSV-Vorstandes, in dem die Politik zum Handeln aufgefordert wurde, stellte die CDU-Fraktion einen Antrag zur Situation des Kunstrasenplatzes. Darin forderte sie die Stadt Herdecke dazu auf, Angebote einzuholen und Sponsoren zu suchen, um den Platz besser gegen Vandalismus zu schützen. Der Ausschuss stimmte diesem Antrag einstimmig zu.

Grillen auf dem Kunststoff-Platz

Die Probleme am Bleichstein sind nicht neu. Seit der Eröffnung des Kunstrasenplatzes im Jahr 2009 gab es immer wieder Probleme mit Vandalismus, selbst wenn alle Zugänge verschlossen waren. Das ist auch Schulamtsleiter Heiko Müller bekannt, wie er in der Ausschusssitzung berichtete: „Wir haben immer wieder Probleme mit Jugendlichen, die über den Zaun klettern.“ Oft hinterließen diese Personen Müll oder sogar ernsthafte Schäden – zum Beispiel, weil sie auf dem Kunststoff-Sportplatz grillten. Sowohl die beiden am Bleichstein ansässigen Vereine als auch der Platzwart berichteten immer wieder von Problemen, die auch mit zwischenzeitlicher Schließung der Anlage nicht in den Griff zu kriegen waren.

Öffentliche Anlage kaum zugänglich

Nun scheint nach dem Antrag der CDU ein höherer Zaun die Lösung zu sein, damit der Platz nur noch zu bestimmten Zeiten mit Schlüssel betreten werden kann. Ein solcher Umbau der gesamten Umzäunung könnte allerdings hohe Kosten verursachen, außerdem würde die öffentliche Anlage ihrer Aufgabe, den Herdecker Einwohnern zur Verfügung zu stehen, mit hohen Zäunen und strengen Schließzeiten kaum noch gerecht.

Das könnte vor allem die Gruppen von Basketballern verärgern, die sich vor allem im Sommer regelmäßig zu Spielen an den Körben im Innenraum treffen und ihren Müll nach dem Spiel entsorgen. Denn für sie gibt es kaum andere nutzbare Freiplätze in Herdecke.