Auch mit 90 noch fit als Tanz-Übungsleiterin

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Hagen..  „Wir wollen Veranstaltungen anbieten, bei denen Senioren mitmachen können“, erklärt Leni Hildebrandt, Beisitzerin des Hagener Stadtsportbundes (SSB): „So können wir Werbung für den Sport und mehr Bewegung machen“. Und das klappt beim Aktionstag „Bewegt älter werden“ ausgesprochen gut. Schon der Auftakt in der Karl-Adam-Halle in Vorhalle nach der Eröffnung Seniorenbeauftragte Ursula Werkmüller mit einer gemeinsame Tanzaufführung der Hasper Friesen „Flip-Flap“ und der Übungsleiter ist schwungvoll. Hildebrandt:. „Da wippen alle mit den Füßen und schunkeln mit.“

In verschiedenen Workshops - von „Fit mit dem Theraband“, sanfter Aerobic über Qi Jong bis zu Tanzangeboten - wird ein vielfältiges Angebot präsentiert. „Jedes Jahr kommen neue Übungen dazu“, weiß Leni Hildebrandt. Elf Übungsleiter haben nach langer Planung die Workshops übernommen und wollen auch Senioren, die sich länger nicht mit Sport beschäftigt haben, wieder an die Bewegung heranführen. „Sport hält uns alle fit“, ist der gemeinsame Standpunkt.

Wie fit und gesund der Sport die Menschen halten kann, zeigt sich am Beispiel der Übungsleiterin Brunhilde Neumann, die einen eigenen Tanzworkshop anbietet. Mit 90 Jahren ist sie die älteste unter allen Beteiligten. „Wir haben hier manche dabei, die mit 55 oder 60 Jahren Probleme haben, sich zu bewegen“, stellt Leni Hildebrandt fest: „Und unsere Brunhilde tanzt mit ihren 90 noch fröhlich umher.“

Sie habe erst 1987 zum Tanz gefunden, sagt Brunhilde Neumann: „Aber seitdem bin ich dabei geblieben und es hält mich fit.“ Auch die Teilnehmer ihres gut besuchten Workshops sind begeistert. Zur Musik von Hansi Hinterseer wird geschunkelt und getanzt.

Innerhalb des Aktionstag ist auch die Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Sporthochschule Köln eingebettet. „Wir wollen zeigen, was der Sport alles bewegen kann“, erklärt Verena Pickshaus, zuständige Fachkraft des SSB: „Wir legen dabei nicht nur, aber auch, den Fokus auf die Bewegung gegen den Krebs. Wir wollen vielmehr zeigen, dass Bewegung immer gut ist und schon als Prävention dienen kann.“

Und das Angebot des Aktionstag erreicht die Teilnehmer. „Es ist immer was anderes, ob man irgendwo über den Sport liest, oder wie hier selbst mitmachen und ausprobieren kann“, erklärt etwa Gabriele Krüger. Sie habe durch eine Freundin von der Veranstaltung erfahren - und gibt zu: „Ich weiß ja auch selbst, dass ich was tun muss. Man muss sich selbst überwinden, aber heute war ein guter Anfang.“