Auch in Österreich fährt David Beckmann aufs Podium

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Spielberg/Hagen..  Dritter Start in der Formel 4, dritter Platz auf dem Podium: Auch bei seinem Debüt in der deutschen ADAC-Formel 4-Serie auf dem Red Bull Ring in Österreich war David Beckmann erfolgreich. Der 15-jährige Hagener, der beim Saisonstart Ende April in Oschersleben noch zu jung war und danach in der italienischen Meisterschaft in Vallelunga und Monza vordere Plätze belegt hatte, zeigte als jüngster Fahrer im Feld seine Qualitäten. Im dritten Rennen fuhr er auf Rang drei vor, gleichzeitig feierte er den Sieg in der Rookie-Wertung.

39 Nachwuchspiloten aus mehr als 15 Nationen traten zu den Wertungsläufen vier bis sechs in Österreich an. Wenige Wochen vor der Formel 1 absolvierten die Youngsters in der Steiermark die Generalprobe. Schon während der Testfahrten gehörte David Beckmann zu den Schnellsten und unterstrich seine Performance mit einer Bestzeit im letzten freien Training. „So kurz vor dem Qualifying Schnellster zu sein, motiviert mich umso mehr“, kommentierte der 15-Jährige das Ergebnis. Im Zeittraining verpasste er jedoch den richtigen Moment seiner Reifen und landete am Ende mit acht Hundertstel Sekunden Rückstand nur auf Startplatz acht und vier für die ersten beiden Wertungsläufe. „Das hatte ich mir anders vorgestellt. Verloren ist aber noch nichts, der Speed ist da und die Rennen sind lang“, zeigte er sich kämpferisch.

Der 4326 Meter lange Kurs bot bei strahlendem Sonnenschein und besten Witterungsbedingungen eine perfekte Kulisse für die Rennen. Mehr als 10 000 Zuschauer füllten die Tribünen und zusätzlich wurden alle Läufe live auf Sport 1 übertragen. In das erste Rennen erwischte David jedoch einen denkbar schlechten Start. „Ich habe beim Start einen Fehler gemacht, das wird mir nicht mehr passieren“, gestand Beckmann. Nur als 23. kam er aus der ersten Runde zurück. Trotz zwei Safety-Car-Phasen zeigte der Hagener eine beeindruckende Aufholjagd und kämpfte sich in den 30 Rennminuten bis auf Position sieben nach vorne. Seine starke Performance unterstrich er zusätzlich mit der schnellsten Rennrunde: „Nach dem Malheur während des Starts lief es im Rennen richtig gut.“

Nach der starken Aufholjagd, startete Beckmann zuversichtlich in das zweite Rennen. Bis zur ersten Kurve sah alles gut aus, der Pilot aus dem Team Mücke Motorsport verbesserte sich auf Rang zwei. Doch wenig später war das Rennen beendet, ein Kontrahent fuhr ihm ins Heck, er musste aufgeben. „So früh auszuscheiden, ist richtig ärgerlich. Die gesamte Aufhängung war krumm, damit war keine Weiterfahrt möglich“, sagte David Beckmann. Noch ärger hatte es Mick Schumacher, Dauerkonkurrent aus Kartzeiten, erwischt. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher war bei einem Unfall in die Boxenmauer gefahren, hatte sich die Hand gebrochen.

Noch 18 Rennen

Nach dem vielen Pech lief für Beckmann im letzten Wertungslauf alles glatt. Aus Startposition vier verbesserte er sich gleich auf Platz zwei. Zwei Safety-Car-Phasen und ein Rennabbruch verringerten jedoch die Renndistanz, am Ende fuhren die Youngsters nur sieben Runden. David Beckmann überfuhr den Zielstrich als Dritter und bester Rookie – entsprechend groß war die Freude auf dem Siegerpodium. „Endlich hat es geklappt, auch wenn diesmal das Auto nicht perfekt lief. Nach dem Start war mir wieder jemand in die Aufhängung gefahren und ich hatte in Rechtskurven große Probleme. Eigentlich ist es sehr schade, wir waren das gesamte Wochenende richtig schnell, es fehlte nur das Glück. Bis zum Saisonfinale folgen aber noch 18 Rennen, verloren ist noch lange nichts.“