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Herzsport

Auch im höheren Alter in Bewegung bleiben

04.07.2012 | 18:01 Uhr
Auch im höheren Alter in Bewegung bleiben
Seit einigen Jahren leitet Hans Harder (stehend)

Hagen. Früher hat Rosemarie Falkenroth leidenschaftlich gern Volleyball gespielt. Ihre neue Sportart betreibt sie eher auf externe Initiative: „Mein Arzt hat mir empfohlen, Herzsport zu betreiben“, sagt die Seniorin, „und es ist schön, in Bewegung zu bleiben.“ Mit ihr tun dies etliche Gleichgesinnte im Gymnastikraum des TSV Hagen 1860 in der Hoheleye. Rosemarie Falkenroth: „Man sich hier gut mit Leidensgenossen unterhalten.“

In den Übungsstunden ist zudem immer ein Arzt anwesend, der beraten kann oder bei Problemen eingreift: „Beim Herzsport betätigen sich Menschen, die eine Erkrankung am Herzen haben oder hatten und auf Verordnung des Hausarztes Sport treiben“, erklärt Dr. Eberhard Soennecken. Speziell ausgebildeter Leiter der TSV-Herzsportgruppe ist Hans Harder. Der 66-Jährige betreibt selbst Herzsport, seitdem er 2000 fünf Bypässe bekommen hat - und kam eher zufällig dazu, Gruppen zu leiten: „Immer wenn unsere Trainerin ausgefallen ist, habe ich die Übungen übernommen. Dann hat mich mein Sohn auf die Idee gebracht, die Scheine zu machen“, sagt Harder, der in seiner eigenen Herzsport-Aktivität Vorteile sieht: „Ich erkenne aus eigener Erfahrung direkt, wenn die Sportler in den roten Bereich kommen und besser eine Pause machen.“

Eingeteilt werden die Herzsportler in zwei verschiedene Leistungsklassen: Wer auf dem Fahrrad zwei Minuten lang eine Leistung von mehr als 75 Watt aushält, kommt in die Trainingsgruppe, die anderen in die Übungsgruppe. „Dabei sollte aber auch beachtet werden, dass für die Trainingsgruppe die Wattzahl höher sein sollte, als das Körpergewicht in Kilogramm“, so Harder. Die Unterschiede liegen vor allem in der Intensität der Übungen: „In beiden Gruppen gibt es Gymnastik-, Spiel- und Ausdaueranteile, aber in der Trainingsgruppe ist alles ein bisschen schneller“, erklärt Harder. Neben dem medizinischen Aspekt haben die Teilnehmer auch eine Menge Spaß am Herzsport: „Wir sind wirklich ein tolles Team. Hier komme ich mal unter Leute und sitze nicht immer nur auf der Couch“, freut sich Rosemarie Falkenroth.

Altersgrenzen gibt es keine. So ist der älteste Teilnehmer der Gruppe, Werner Müller, bereits 90 Jahre alt. „Ich bin vor einigen Jahren von einem Freund hierauf gebracht worden. Seitdem bin ich regelmäßig hier“, sagt Müller, der sich durch den Herzsport jung hält - trotz Operationen. Auch Fritz Osthoff wird im Januar 90. Der Holthausener ist seit 2004 dabei, nachdem er einen Herzschrittmacher bekommen hat. Dank der regelmäßigen Betätigung ist er immer noch gut unterwegs.

Felix Grunert


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