Auch Griffin gelang Buzzerbeater

Schon mehr als 100 000 Klicks im Internet hat das Video, Sportschau und Boulevardmedien wurden aufmerksam: Der „Buzzerbeater“ von Niklas Geske - von der Bild-Zeitung möglicherweise etwas voreilig schon mal als „Bundesliga-Star“ tituliert - in Bayreuth sorgte für riesige Aufmerksamkeit. Kein Wunder, Treffer aus der eigenen Spielhälfte mit der Schlusssirene kennt man eigentlich höchstens aus der NBA.

Vergleichbar in der Phoenix-Historie sei da allenfalls der „Sirenen-Bezwinger“ von Chase Griffin zu Zweitligazeiten in Jena, an den der ehemalige Aufsichtsrat Horst Linke erinnert. Am 15. November 2008 befanden sich die Hagener schon in der Verlängerung, als Ali Seggelke von Gastgeber Science City Jena bei Hagener 83:81-Führung zu drei Freiwürfen 3,6 Sekunden vor dem Ende an die Linie trat. Zwei davon traf er, es drohte die zweite Extrazeit. Doch die Zeit reichte Griffin, um von der eigenen Grundlinie in die Jenaer Hälfte zu dribbeln, auch sein Fernwurf mit der Sirene traf. Wobei Griffin, das sei eingeräumt, bestimmt sieben Meter näher am Korb war als nun Geske. Aber getroffen waren auch damals die Bayreuther. Ohne den Phoenix-Sieg in Jena hätte es für sie damals am Saisonende zum Bundesliga-Aufstieg gereicht. Axel Gaiser