Auch gegen Derne setzt es Pleite für Wasserballer

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Wasserball, Südwestfalenliga: Hohenlimburger SV – SV Derne 5:12 (2:1, 0:3, 3:3, 0:5). Es war mehr als blamabel, was die Wasserballer des Hohenlimburger SV sich im Henkhauser Freibad geleistet haben. Aber nach den Ursachen muss man nicht lange forschen.

Der HSV stand in der Vergangenheit als Hockaräter im deutschen Wasserball. Die Verantwortlichen haben in der Vergangenheit schlicht und einfach die Zukunft verschlafen. Eine männliche Jugend des HSV existiert nicht mehr. Alle Hohenlimburger Eigengewächse hat der Verein nach Iserlohn abgegeben.

Was ist übrig geblieben? Der jetzige Vorstand um Karsten Menzel ist um Schadenbegrenzung bemüht, hat mit Carsten Dorn wieder einen Schwimmtrainer, der gleichzeitig auch wieder behutsam eine Nachwuchsmannschaft formt, in der sich auch die männliche Jugend wiederfindet.

Zum Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Derne. Was gut anfing, endete mehr als schlecht. „Wir hatten zwar unsere Chancen, konnten diese aber einfach nicht nutzen. Derne war einfach unterm Strich besser“, so Karsten Menzel. Gleich in der ersten Minute nutzten die Hausherren gekonnt ein Überzahlspiel, welches mit Torerfolg von Christopher Effele zum 1:0 endete. Zwei Minuten später allerdings ein Spiegelbild des vorherigen Geschehens. Diesmal befand sich der HSV in Unterzahl, welches Derne zum Ausgleich nutzte. Vier Minuten später wieder ein schöner Angriff über Michael Lazin, den Oliver Tobi zum 2:1 abschloss.

Der zweite Abschnitt stand ganz im Zeichen des Gegners. Derne konterte ein ums andere Mal und setzte sich bis zur Halbzeitpause auf 4:2 ab. Auch wenn der dritte Spielabschnitt wieder ausgeglichen verlief, war der letzte Durchgang mit fünf Gegentoren ein größeres Debakel, zumal die Hohenlimburger keinen Treffer erzielten. Derne nahm die zwei Punkte mit nach Hause.

Auch hier muss lange im Archiv des HSV gekramt werden, um eine Niederlage gegen Derne zu finden. Es kann nur noch besser werden.

Im Nachbarschaftsduell stellt sich am Freitag, 19. Juni, um 19 Uhr ISSV Iserlohn in Henkhausen vor. Das Hinspiel in Iserlohn verlor der HSV mit 5:18.

HSV: Dominik Krake; Björn Beck, Lars Papajewski, Karsten Menzel (1), Michael Lazin, Christopher Effelle (1), Alexander Schroth (1), Jürgen Otto, Stephan Bönisch (1), Henning Claes, Oliver Tobi (1).