Anna-Lena Frömming kämpft um die Olympischen Spiele

Anna-Lena Frömming (links) scheiterte bei der Taekwondo-WM 2015 in Russland ganz knapp an der Spanierin Eva Calvo Gomez .
Anna-Lena Frömming (links) scheiterte bei der Taekwondo-WM 2015 in Russland ganz knapp an der Spanierin Eva Calvo Gomez .
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Herdecker Taekwondo-Talent möchte nächstes Jahr nach Rio. Deswegen kann sie in diesem Jahr kaum verschnaufen.

Herdecke..  Das Leben von Anna-Lena Frömming ist und bleibt turbulent. „Ich will im nächsten Jahr an den Olympischen Spielen teilnehmen, deswegen besuche ich viele Turniere“, sagt die 20-jährige Herdeckerin. Und so kommt sie auch nur ein paar Tage über Pfingsten nach Hause in die Ruhrstadt. „Trotzdem freue ich mich total, meine Freunde zu sehen“, erzählt Frömming.

Nächste Woche reist sie dann bereits wieder nach Nürnberg, wo sie bei ihrem Verein „TaeKwonDo Özer“ trainiert. Eine Woche später tritt sie auf einem Turnier in Österreich an. Eine wirkliche Verschnaufspause gibt es für das Sporttalent nicht.

Dabei hat Anna-Lena Frömming gerade erst bei der Teakwondo-Weltmeisterschaft im russischen Chelyabinsk gekämpft. Nach zwei Siegen zu Beginn verlor sie im Viertelfinale der Klasse -57 kg gegen die Spanierin Eva Calvo Gomez. „Mit ein bisschen Glück wäre da mehr drin gewesen“, hadert Frömming. Ihr letzter Tritt war nicht fest genug, deswegen bekam sie keine Punkte, „dann war die Zeit um“. Am Ende verlor sie gegen die Spanierin mit 4:6 und musste sich mit dem fünften WM-Platz begnügen.

Enttäuscht über Rang fünf

„Ich habe mich gut gefühlt und auch eine gute Leistung gezeigt. Deswegen war ich am Ende schon enttäuscht, dass es nicht zu mehr gereicht hat“, erzählt Frömming, die aber direkt nach vorne schaut: „Seit 2013 geht es aufwärts bei mir und jetzt folgen viele Turniere.“

Ihren Traum hat die Herdeckerin dabei immer vor Augen: Sie möchte im nächsten Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio (Brasilien) antreten. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. „Wenn ich in meiner Gewichtsklasse Ende des Jahres unter den besten sechs der Welt stehe, dann qualifiziere ich mich automatisch“, erklärt Frömming. Momentan befindet sie sich auf dem 13. Rang, allerdings wird sie durch die Punkte, die sie bei der WM in Russland ergattert hat, noch ein paar Plätze nach oben klettern. Und es folgen noch viele Wettkämpfe, „ich kann das also schaffen“, gibt sich die Sportlerin selbstbewusst. Klappt es über die Weltrangliste nicht, gibt es im nächsten Jahr noch ein Qualifikationsturnier.

Studium begonnen

Bis dahin wartet auf Anna-Lena Frömming noch viel Arbeit. Und als sei das nicht genug, hat die Herdeckerin im April noch angefangen, Psychologie an der Fernuni in Hagen zu studieren. „Da habe ich mir nicht das leichteste Studium ausgesucht, aber ich mache mir auch keinen Druck“, so Frömming.

Bei dem ganzen Stress hat die Athletin in Russland aber darauf verzichtet, sich das Land anzuschauen: „Ich war auch mal froh, wenn ich nichts machen musste.“