Anna-Lena Frömming gewinnt die Greece Open

Anna-Lena Frömming (rechts) aus Herdecke hier noch bei den Weltmeisterschaften 2013 in Mexiko. Noch immer bereist sie die ganze Welt.
Anna-Lena Frömming (rechts) aus Herdecke hier noch bei den Weltmeisterschaften 2013 in Mexiko. Noch immer bereist sie die ganze Welt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Das große Ziel des Taekwondo-Talentes aus Herdecke sind die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Dafür verbringt sie viele Stunden im Flugzeug.

Herdecke..  Anna-Lena Frömming meldet sich viele Kilometer von ihrer Heimat Herdecke entfernt. Sie weilt derzeit mit der deutschen Senioren-Nationalmannschaft in den USA, genauer in Orlando. Dort kämpft sie heute bei den US Open und will weitere Weltranglistenpunkte sammeln. Das Ziel: der Sprung unter die besten acht, damit die 19-Jährige bei der Auslosung für die Weltmeisterschaft im Mai in Russland gesetzt ist.

Dafür reist die Herdeckerin durch die ganze Welt, so dass selbst ihre Mutter, Kerstin Frömming, sagt: „Wir können mit ihr meistens nur über das Internet kommunizieren.“ Denn vor den US Open in Orlando kämpfte das Taekwondo-Talent bereits bei den Greece Open für Deutschland. Dort belegte sie den ersten Platz in der Klasse -57kg: „Ich habe mich an dem Tag gut gefühlt und konnte mich trotz einer Verletzung durchsetzen.“ Für Frömming kein Zufall: „Meine harte Vorbereitung im Verein und zwischen den Feiertagen bei mir zu Hause hat sich ausgezahlt, da freut man sich umso mehr.“ In Griechenland gewann Frömming vier Kämpfe, gegen Gegner aus Zypern, Polen, der Türkei und Griechenland. Dadurch sammelte sie zehn Punkte für die Weltrangliste, wo sie derzeit auf Rang 13 steht.

Seit 2013 trainiert Anna-Lena Frömming bei „TaeKwonDo Özer“ in Nürnberg, wo sie die meiste Zeit im Jahr lebt. „Das richtet sich aber auch nach den Wettkämpfen“, erklärt ihre Mutter.

Viel Aufwand, der sich irgendwann auszahlen soll. Das Ziel lautet Rio 2016. In Brasilien finden dann die Olympischen Spiele statt und Anna-Lena Frömming wäre mit 21 Jahren im besten Sportleralter. Allerdings wird sie bis dahin noch einige Stunden in Flugzeugen verbringen müssen. „Die ganzen Reisen sind anstrengend, aber man weiß ja wofür man alles macht“, sagt sie und ergänzt: „Dabei unterstützen mich meine Eltern und Freunde, dich mich auch mal an schlechten Tagen aufbauen und motivieren.“ Die Herdeckerin freut sich deswegen jedesmal, wenn sie die Zeit findet, ihre Heimat zu besuchen. Hier hat sie im Alter von sechs Jahren beim TuS Ende mit dem Taekwondo begonnen. „Es ist immer etwas besonders, nach Hause zu kommen, hier fühlt man sich doch am wohlsten und bekommt ein bisschen Abstand von der Taekwondo-Welt“, so Frömming, die aber gleich eine Einschränkung macht: „Mit dem Training geht es auch in Herdecke weiter.“ Schließlich hat das Taekwondo-Talent noch große Ziele.