Ana-Lena Toto und Simeon Ivanov Stadtmeister

In 39  Disziplinen wurden Tennis-Stadtmeister gekürt. Sie stellten sich nach der Siegerehrung gut gelaunt zum Gruppenfoto auf.Foto:Michael Kleinrensing
In 39 Disziplinen wurden Tennis-Stadtmeister gekürt. Sie stellten sich nach der Siegerehrung gut gelaunt zum Gruppenfoto auf.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  408 Spielerinnen und Spieler waren bei den 81. Hagener Tennis-Stadtmeisterschaften aktiv. In 39 Konkurrenzen wurden auf der Anlage des TC Schwarz-Gelb Hagen Titel vergeben.

In der Damen-A-Konkurrenz sicherte sich Ana-Lena Toto zum fünften Mal in Serie die Stadtmeisterschaft durch einen 2:6, 6:2 und 10:6-Erfolg gegen Vanessa Heute vom TC SG Hagen. Obwohl Toto mittlerweile für den TC GW Herne in der Verbandsliga aktiv ist, hält sie dem Traditionsturnier auch weiterhin die Treue. „Im ersten Satz ging bei mir gar nichts, da war ich unsicher und habe mich nicht gut gefühlt. Ab dem 2:2 im zweiten Satz lief es dann aber besser, obwohl ich insgesamt nicht mein bestes Tennis zeigen konnte“, war Toto mit ihrem eigenen Spiel nicht ganz zufrieden. Finalgegnerin Vanessa Heute haderte dagegen mit dem knappen Spielausgang: „Im Match-Tiebreak hätte das Spiel zu beiden Seiten kippen können. Letztlich haben wenige Kleinigkeiten das Spiel leider zu meinen Ungunsten entschieden.“

Köhler/Tillmann siegen kampflos

Das Herren-A-Finale konnte bezüglich der Spannung nicht mithalten. Mit 6:0 und 6:1 fegte Simeon Ivanov vom TC Rot-Weiß Hagen den durch Schulterprobleme gehandicapten Marc Wittemund (Hagener TC Blau-Gold) vom Platz. „Marc war offensichtlich angeschlagen. Daher konnte er auch seine große Stärke, den Aufschlag, nicht ausspielen, so dass ich beim Retounieren weniger Probleme hatte. Ich habe heute zwar taktisch gut gespielt, dennoch wäre es ohne die Verletzung sicherlich spannender gewesen“, bilanzierte Ivanov nach dem Spiel. Wittemund selbst wollte den Grund für die Niederlage nicht auf seine Verletzung schieben: „Simeon ist im direkten Duell generell der Favorit und weiß aus unseren etlichen Spielen gegeneinander in den vergangenen Jahren ganz genau, wie er gegen mich spielen muss. Gratulation an Simeon zum verdienten Titel.“

Neue Stadtmeister in der Doppel-Konkurrenz der Herren-A sind Jonas Köhler und Lars Tillmann vom TC Halden 2000, die das Finale gegen Wittemund und Wilhelm Hensel (Hagener TC Blau-Gold) kampflos gewannen, da Wittemund nach dem Einzel-Finale wegen seiner Schulterprobleme kein Match mehr bestreiten konnte.

Keine Mixed-A-Sieger

Bei den Damen sicherten sich in der Doppel-Konkurrenz Laura Sträter und Mia Peltzer vom TC Rot-Weiß Hagen in einem umkämpften Finale mit 2:6, 7:6 und 10:7 den Titel gegen ihre Vereinskolleginnen Ana-Lena Toto und Victoria Jablonka. Die Mixed-A-Konkurrenz fand in diesem Jahr aufgrund der mangelnden Nennungen nicht statt.

Symbolcharakter für die gute Atmosphäre auf und neben den Tennisplätzen sowie die sportliche Fairness während der Turnierwoche hatte eine Szene im Herren-30-Finale. Beim Stand von 7:5 und 5:5 wurde Adrian Woityna (TC GW Enneptal) derartig von Krämpfen geplagt, dass er vorerst nicht weiterspielen konnte. Finalgegner Christian Sierakowski (TC Halden 2000) dehnte daraufhin seinen Finalgegner minutenlang auf dem Platz, um ihm das Weiterspielen zu ermöglichen. Auch wenn Woityna das Spiel letztlich aufgeben musste, repräsentierte diese Szene sehr gut den hervorragenden Umgang der Turnierteilnehmer untereinander.

Der erste Vorsitzende des TC SG Hagen Manfred Hennes zog nach der auch für die Organisatoren anstrengenden Woche ein überaus positives Fazit: „Wir sind sehr froh, dass wir alle Spiele nach Plan durchbekommen haben, was sicherlich auch an den durchweg guten Wetterbedingungen lag. Allerdings sind mit der Anzahl von 406 Spielen mittlerweile auch die Grenzen der Kapazität ausgereizt, weshalb ich meinem jungen Organisationsteam ein großes Kompliment aussprechen muss. Ich schätze, dass am Finaltag über 500 Tennisinteressierte den Weg zu unserer Anlage gefunden haben, was uns natürlich sehr freut.“

Wie auch im vergangenen Jahr bewährte sich zudem die neue Einführung, dass die Erst- und Zweitrundenspiele auf allen Hagener Tennisvereinen ausgetragen wurden. „Die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen hat reibungslos funktioniert. Tatsächlich gibt es ja manchmal Rivalitäten zwischen den einzelnen städtischen Tennisvereinen, aber wenn es drauf ankommt, sind alle äußerst hilfsbereit und haben so für eine rundum gelungene Turnierwoche gesorgt,“ hob Hennes auch die Unterstützung der anderen Hagener Tennisvereine hervor.

Am Abend feierte dann noch ein Großteil der Teilnehmer bei der alljährlichen Players-Party im Vereinsheim der Schwarz-Gelben bis tief in die Nacht und ließ die Turnierwoche gebührend ausklingen.