Als Gastgeber im DHB-Pokal macht Eintracht Hagen Appetit auf Zweitliga-Start

Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Beim Zweitliga-Start am 21./22. August empfangen die Handballer des VfL Eintracht Hagen Erstliga-Absteiger Bietigheim, eine Woche zuvor gastiert mit dem SC Magdeburg ein aktueller Bundesligist am Ischeland: Der VfL hat nach der Absage des SV Henstedt-Ulzburg die Ausrichtung der ersten DHB-Pokalrunde übernommen.

Hagen..  Vor Jahresfrist kam der VfL Gummersbach zum Ischeland - und unterlag im ersten Test beim VfL Eintracht Hagen. Auch im Sommer 2015 gastiert ein Handball-Bundesligist in der Hagener Enervie Arena, der SC Magdeburg allerdings kommt am 15./16. August zu Pflichtspielen. Eine Woche vor dem Zweitliga-Start richtet der VfL Eintracht das erste Vorrunden-Turnier im DHB-Pokal aus, weil der dafür vorgesehene SV Henstedt-Ulzburg aus wirtschaftlichen Gründen auf die Gastgeber-Rolle verzichtet. Und bezwingt das Team von VfL-Trainer Lars Hepp samstags den Drittligisten Oranienbuger HC, winkt tags darauf das Duell gegen Magdeburg.

Am Donnerstag Mittag erhielt VfL-Hallenkoordinator Thorsten Barteldrees das endgültige Okay von der Handball-Bundesliga, die Hagener können als Ausrichter der Pokal-Finalfour-Vorrunde einspringen. Die Liga hatte beim VfL Eintracht nachgefragt, nachdem der eigentlich vorgesehene Zweitligist SV Henstedt-Ulzburg kurz nach der Auslosung absagte. „Wir hätten unseren Fans gerne den sportlichen Leckerbissen gegen den SC Magdeburg gegönnt, aber das wäre wirtschaftlich nicht verantwortungsbewusst“, begründete SV-Geschäftsführer Olaf Knüppel den Verzicht. Da der Gastgeber nicht nur alle Kosten der zweitägigen Veranstaltung, sondern auch die Reisekosten der drei Gästeteams tragen muss, erschien dem nördlich von Hamburg gelegenen Klub das Risiko zu groß. Zumal man im Halbfinale auf Erstligist Magdeburg trifft, mutmaßlich also im Endspiel nicht dabei ist. „Dann droht eine Geisterkulisse“, fürchtet Knüppel.

Der neue Ligarivale Eintracht Hagen hat mit der Partie gegen die klassentieferen Oranienburger eine günstigere Auslosung erwischt, das Finale gegen Magdeburg ist das erklärte Ziel des Aufsteigers. „Wir gehen ein Risiko ein, aber das ist überschaubar“, sagt der sportliche Leiter Andreas Griesel, „und so können wir dem Hagener Publikum im Vorfeld des Zweitliga-Starts ein tolles Event bieten. „Es finden bei uns alle prickelnd, gegen einen Erstligisten ein Pflichtspiel zu bestreiten“, sagt Griesel, „aber darüber dürfen wir Oranienburg natürlich nicht aus den Augen verlieren.“

Ursprünglich ging man beim VfL Eintracht am Pokal-Wochenende von einer belegten Enervie Arena aus. Doch die Radsportler des SSV Hagen, die am 15. August ihre große Radtouristik veranstalten und das Hallenfoyer als Melde- und Versorgungsstelle nutzen, zeigten sich kooperativ. Wenn um 18 Uhr das erste Handball-Spiel startet, dürften die meisten Radsportler ihre Tour beendet haben.