3:2-Sieg gegen Hedefspor Hattingen bringt HSV Ligaerhalt

Adrian Giemsa (Mitte) traf nach feiner Vorarbeit von Anas Chaoui zum 2:0. Am Ende brachte ein 3:2-Sieg gegen Hedefsport Hattingen dem Hasper SV den Landesligaerhalt.
Adrian Giemsa (Mitte) traf nach feiner Vorarbeit von Anas Chaoui zum 2:0. Am Ende brachte ein 3:2-Sieg gegen Hedefsport Hattingen dem Hasper SV den Landesligaerhalt.
Foto: Alex Talash

Hagen..  Um 16.57 Uhr hatte das Bangen ein Ende. Die entscheidende Durchsage erledigte der Klubchef persönlich. „Der Hasper SV gewinnt 3:2 und bleibt in der Landesliga“, waren die letzten Worte, die Harald Kröner, am Sonntag in der Bezirkssportanlage auch als Platzsprecher tätig, durchs Mikrofon schickte. Als das Mikro ausgeschaltet war, atmete der 1. Vorsitzende der HSV-Kicker durch: „Jetzt ist alles gut!“

Eine Woche zuvor beim als Meister feststehenden SV Brackel hatten die Hasper nach einer 2:0-Führung noch 2:3 verloren, am Sonntag gegen den Tabellenzweiten Hedefspor Hattingen lag das Boss-Team sogar mit 3:0 vorn, um seine Anhänger am Ende noch bis zur letzten Sekunde der Nachspielzeit auf die Folter zu spannen. Erst als ein finaler Gästekopfball knapp am Pfosten vorbei strich und Referee Christian Reffelmann kurz darauf abpfiff, hatte das Zittern ein Ende. Die Nachricht von den Niederlagen der mitgefährdeten Konkurrenten Höntrop (0:1 in Wattenscheid) und Herbede (2:5 gegen Brackel) beseitigte die letzten Zweifel am Klassenverbleib. Hattingen dagegen hat Platz zwei und damit den Westfalenliga-Aufstieg noch nicht ganz sicher.

In der ersten Halbzeit war Hedefspor besser. Die Gäste hatten mehr vom Spiel und kamen auch zu ersten Chancen, aber die Tore schossen die Hausherren. Anas Chaoui erzielte in der 38. Minute mit einem schönen Schrägschuss das 1:0. Das 2:0 vier Minuten später bereitete Chaoui mustergültig vor. Nach perfekter Ballverarbeitung schickte er Adrian Giemsa steil, der vor Gästetorwart Selcuk Aydin die Nerven behielt und unhaltbar einschoss. „Wenn jetzt Schluss wäre, wäre es gut“, sagte Trainer Werner Boss in der Pause.

Aber zunächst kam es noch besser. Nach einem fulminanten Schoppen-Freistoß, der an die Latte krachte, staubte der gerade eingewechselte Bilal Özüsaglam per Kopf zum 3:0 ab (62.). Die Vorentscheidung?

Nein! Hattingen machte mächtig Druck und gab HSV-Schlussmann Michael Blume ein ums andere Mal Gelegenheit zu glänzen. Aber in der 73. Minute konnte er das 3:1 durch Christian Oupa Tock nicht verhindern. Nach 85 Minuten war Blume zum zweiten Mal geschlagen, als erneut Tock die Unterkante der Latte traf, von der aus das Leder hinter die Linie sprang.

Jetzt wurde es dramatisch, zumal Özüsaglam mit Gelbrot vom Feld musste (87.) und die Hasper in Person von Hakan Dursun eine Riesen-Konterchance vergaben. Fünf Minuten Hochspannung folgten. Dann war alles gut!

Hasper SV: Blume; Akbas, Özdemir, Rüster, Heinzer, Dursun, Caliskan (60. Özüsaglam), Akbaba, Schoppen, Giemsa (69. Özdil), Chaoui.