19:18-Sieg gegen Volmetal bringt Gevelsberg Klassenerhalt

In der Abwehr packten Dominik Domaschk (links) und Philipp Dommermuth resolut zu. Im Angriff fehlte den als Oberliga-Meister feststehenden Volmetalern am letzten Spieltag die Durchschlagskraft, was Gevelsberg/Silschede zum Klassenerhalt verhalf.
In der Abwehr packten Dominik Domaschk (links) und Philipp Dommermuth resolut zu. Im Angriff fehlte den als Oberliga-Meister feststehenden Volmetalern am letzten Spieltag die Durchschlagskraft, was Gevelsberg/Silschede zum Klassenerhalt verhalf.
Foto: WP

Gevelsberg..  Was für ein Finale in der Handball-Oberliga! Die HSG Gevelsberg/Silschede bezwang im Kreisderby den als Meister feststehenden TuS Volmetal vor gut 700 Zuschauern in der „Sporthölle West“ mit 19:18 (10:9) und nutzte im torärmsten Spiel aller Saison-Begegnungen seine letzte Chance zum Klassenerhalt.

Doch der Sieg allein reichte noch nicht. Erst die Meldung von der 33:34-Niederlage des Tabellennachbarn ASV Senden bei LIT Nordhemmern machte das Wunder der Gevelsberger perfekt. Seit dem sechsten Spieltag pendelten die Schützlinge von Trainer Hans-Peter Müller immer zwischen Platz zwölf bis 14. Die 4:4 Punkte aus den letzten vier Spielen und die Schützenhilfe aus Nordhemmern sorgten schließlich für den Klassenerhalt. Der war endgültig gesichert, als die Kunde vom Sieg des Drittligisten Soester TV in Zweibrücken eintraf. Weil mit dem VfL Gladbeck nur eine westfälische Mannschaft aus der 3. Liga West absteigt, gibt es definitiv nur zwei Oberligaabsteiger. Das sind Senden und Möllbergen.

Das Nachbarschaftsderby zum Saisonabschluss war kein gutes Spiel. Beide Teams agierten nervös und ließen etliche Chancen ungenutzt. Beim Westfalenmeister TuS Volmetal macht sich das Fehlen der angeschlagenen Philipp Brüggemann, Niklas Polakovs und Frederik Kowalski bemerkbar.

Bis zur 18. Minute erzielte jede Mannschaft nur sechs Treffer. In den verbleibenden zwölf Minuten bis zur Pause traf Gevelsberg noch viermal, die Volmetaler erzielten nur drei Tore. Der zweite Abschnitt endete 9:9. Garanten für die geringe Trefferquote waren die guten Torhüter Patrick Huhn auf Gevelsberger Seite und Manuel Treude beim TuS Volmetal.

Das Endergebnis stand schon in der 54. Minute fest. Die letzten Angriffe scheiterten immer wieder an den starken Schlussmännern, die für eine schwache Wurfausbeute sorgten.

Volmetals Trainer Stefan Neff haderte: „Mit 19 Gegentoren muss man eigentlich ein Spiel gewinnen.“ Der letzte Wurf der Begegnung gehörte den Volmetalern, doch der Ball ging nicht ins Tor. Ein Unentschieden hätte Gevelsbergs Abstieg bedeutet. So aber verabschiedete sich „HaPe“ Müller als Oberliga-Trainer in Richtung VfL Eintracht Hagen, bei dem er den Trainerstab verstärken wird. Sein Nachfolger wird Jörg Müller, ehemals Zweitliga-Spieler des VfL Eintracht.

TuS Volmetal: Treude (1. - 60.), Quick (nicht eingesetzt); Bauer (1), Kötter, Kaufmann (4), Dommermuth (2), Sackmann (2), Dominik Domaschk (2), Dennis Domaschk (1), Herzog (6/4).