14-Jähriger aus Wetter schlägt Herdecker Gegner zu Boden

Tatort Bleichsteinplatz: Auf der Anlage der TSG Herdecke an der Hengsteyseestraße kam es nach einer Begegnung der Fußballjugend zu einem unschönen Nachspiel auf dem Kunstrasenplatz.
Tatort Bleichsteinplatz: Auf der Anlage der TSG Herdecke an der Hengsteyseestraße kam es nach einer Begegnung der Fußballjugend zu einem unschönen Nachspiel auf dem Kunstrasenplatz.
Foto: Hans Blossey
  • C-Jugend-Spiel zwischen der TSG Herdecke und dem FC Wetter eskaliert nach Schlusspfiff
  • Herdecker mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus
  • Mutter des Opfers erstattet nach tätlichem Angriff Anzeige bei der Polizei

Herdecke/Wetter..  Nach einem Faustschlag eines Gegners ist ein 14-jähriger Spieler der TSG Herdecke ins Krankenhaus eingeliefert worden. In dem Kellerduell der C-Junioren-Kreisliga A hatte der FC Wetter am Samstag am Bleichstein mit 3:2 gewonnen. Nach Schlusspfiff gerieten zwei Spieler aneinander, wobei der Wetteraner dem Herdecker mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll und dieser zu Boden ging. So zumindest die Darstellung des Herdeckers gegenüber seinem Trainer Steve Klasvogt.

Der Herdecker wurde anschließend mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Gemeinschaftskrankenhaus in Ende gebracht. Mit Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung blieb der Fußballer eine Nacht zur Beobachtung dort, am nächsten Tag konnt er entlassen werden. Unterdessen hatte die Mutter des Opfers den tätlichen Angriff noch am Abend bei der Polizei angezeigt.

Wie es zu der Eskalation unmittelbar nach Abpfiff kam, da gehen die Schilderungen der Beteiligten auseinander. Der Herdecker sagt, so berichtet es sein Trainer, er sei angerempelt worden, daraufhin habe er seinen Kontrahenten weggeschoben und dann auch schon die Faust im Gesicht gehabt. Ob er vorher etwas gesagt hat? „Kann schon sein“, lautete die Antwort des TSG-Akteurs. An mehr konnte oder wollte er sich nicht erinnern.

Wetters Jugendleiter Frank Herstell hörte vom FC-Spieler eine etwas andere Version. Demnach soll der Herdecker Spieler dem siegreichen Gegner „Beinchen gestellt“ haben, woraufhin der Wetteraner gefragt haben soll: „Was ist denn?“ Dann habe der TSG-Spieler zugeschlagen, woraufhin der groß gewachsene Wetteraner sich gewehrt und zurückgeschlagen habe. Schiedsrichter Julius Hentges stand mit dem Rücken zum Geschehen, trug die Vorkommnisse aber in den Spielbericht ein.

Keine unfaire Partie

Besonders hart sei die Partie nicht gewesen, so der allseitige Tenor. Fünf Minuten vor Schluss ging es noch zur Sache, als die Gastgeber auf den Ausgleich drängten, aber auch da nicht unverhältnismäßig unfair. „Keine Ahnung, warum das so eskaliert ist“, sagt Steve Klasvogt. „Ich bin bestürzt und schockiert, dass 14-jährige Jungs so aufeinander losgehen“, so der 23-jährige Herdecker. Frank Herstell suchte zu Wochenbeginn das Gespräch mit allen Beteiligten, telefonierte auch mit der Mutter des Herdeckers. „Ich habe mich von Vereinsseite offiziell entschuldigt“, so Herstell. „Wir waren uns einig, dass das nichts auf dem Fußballplatz zu suchen hat.“

Was wirklich geschah, dazu wird die Polizei die Jugendlichen befragen. Mitspieler aus der Mannschaft des FC Wetter wollen als Zeugen zur Aufklärung beitragen. Unabhängig von der Sperre, die vom Fußballkreis Hagen zu erwarten ist, will auch der FC den Spieler nicht ungestraft davon kommen lassen. „Zusammen mit dem Trainer werden wir uns etwas Gescheites einfallen lassen“, sagt Herstell.

Wetters C-Junioren-Coach Ibrahim Büjükdeveci nahm gestern Kontakt zu beiden Elternpaaren auf und vereinbarte ein Treffen zur Aussprache der Kontrahenten. Zudem plant der FC in der Rückrundenvorbereitung ein Freundschaftsspiel zwischen den Teams.

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