Zweckeler Projekt „Fußball kann mehr“ begrüßt Partner

Er ist der Leiter des Projekts „Fußball kann mehr“: Der Zweckeler Oliver Martin.
Er ist der Leiter des Projekts „Fußball kann mehr“: Der Zweckeler Oliver Martin.
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Projekt „Fußball kann mehr“ des SV Zweckel kooperiert zukünftig mit Vereinen aus Frankfurt/Main und Gummersbach.

Gladbeck..  Das Zweckeler Projekt „Fußball kann“ mehr begrüßt jetzt erste Kooperationspartner. Vertreter von Vereinen aus Frankfurt/Main und Gummersbach schauen am Samstag, 11. Juli, auf der Platzanlage an der Dorstener Straße vorbei, um sich mit Oliver Martin, dem Leiter des SVZ-Projektes, auszutauschen.

Die Beachtung, die das Projekt „Fußball kann mehr“ in den vergangenen Monaten erfahren hat - wie berichtet präsentierte unter anderem der Deutsche Fußball-Bund das Modell der Zweckeler Jugendarbeit auf seiner Amateurfußball-Seite fußball.de - hat dazu geführt, dass Klubs aus Hessen und dem Bergischen Land neugierig geworden sind auf die besondere Nachwuchsarbeit, die inzwischen seit einigen Jahren im Gladbecker Norden geleitstet wird und die über die rein fußballerische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen hinausgeht. „Fußball kann mehr“ - dahinter steckt die Idee, dass es um mehr geht als ums Passen, Rennen Toreschießen und Gewinnen.

Dass die Kooperation mit anderen Vereinen zwangsläufig mehr Arbeit für Oliver Martin und sein Team bedeutet, quittiert dieser mit einem Achselzucken und einem Lächeln. „Wer A sagt, der muss auch B sagen“, betont Martin. „Wir hatten schließlich die feste Zielsetzung, möglichst viele Kinder mit unserem Projekt zu erreichen.“

Am morgigen Samstag wird Oliver Martin, der für sein Engagement im vergangenen Jahr ja auch mit dem internationalen Mitarbeiter-Award der Deutschen Bahn ausgezeichnet wurde, den Vertretern der Vereine aus Frankfurt und Gummersbach zunächst „Fußball kann mehr“ noch einmal im Detail vorstellen. Es bleibt aber nicht bei der Theorie. Schließlich findet am Samstag das Turnier um den Suitbert-Cup statt, bei dem Menschen mit Handicap und ohne Handicap antreten. „Fußball kann mehr“ mischt mit - dieses Mal mit Unterstützung der Kooperationspartner. „Wir werden eine Mischmannschaft bilden“, kündigt Oliver Martin an.

Worum es bei dem Projekt „Fußball kann mehr“ geht, hat Oliver Martin der WAZ einmal mit diesen Worten erklärt: „Es geht darum, Werte wie Fairness und Respekt zu vermitteln. Das ist über den Sport sehr gut zu realisieren.“ Er, so Martin, habe vor knapp sechs Jahren gemerkt, dass er sich stärker im Sozialen engagieren müsse: „Ich war erschrocken über die Gewalt und die Respektlosigkeit gegenüber Schwächeren in der Gesellschaft.“ Nach einem Meinungsaustausch mit den Eltern „seiner“ damaligen G-Jugend war das Projekt „Fußball kann mehr“ geboren.

Seitdem wird in der Jugendabteilung des SV Zweckel nicht mehr „nur“ Fußball gespielt. Vielmehr besuchen die Knirpse der Grünhemden Theatervorstellungen, sie singen in der Adventszeit in Seniorenheimen Lieder oder sagen Gedichte auf, sie lernen Kochen, Englisch oder auch etwas über gesunde Ernährung. Ulrich Roland (SPD), der Gladbecker Bürgermeister, übernahm die Schirmherrschaft über dieses Modellprojekt, das übrigens auch sportlich längst Früchte trägt (siehe den Artikel unten). Oliver Martin betont: „Mir liegt der Jugendfußball am Herzen.“ Und aus diesem Grund möchte er das Projekt auch anderen Vereinen näherbringen. Martin: „Es geht ja nicht um unseren Verein, sondern um die Kinder. Die gilt es einzufangen und zu begeistern.“