Zweckel verliert auch gegen Rheine

SV Zweckel -
FC Eintracht Rheine 1:3 (0:1)

SV Zweckel: Grüger - Titz, Seidel, Kaminski, Ucar - Zeh, Yilmaz (79. Höner) - Schmidt (71. Kljajic), Trampe, Salja (81. Issa)- Tomanek.
Tore: 0:1 Hölscher (28.), 0:2 Figueiredo (52.), 0:3 Scherping (74., Foulelfmeter), 1:3 Tomanek (78.).

Bes. Vorkommnisse: Ucar (SV Zweckel) sieht Gelb-Rot (88., wg. Meckerns).

Der SV Zweckel wartet im Fußballjahr 2015 weiterhin auf sein erstes Erfolgserlebnis. Auch im Nachholspiel gegen den FC Eintracht Rheine ging das Tabellenschlusslicht der Oberliga Westfalen leer aus. Seit neun Partien ist der SVZ nunmehr schon in der Meisterschaft sieglos. Zur Erinnerung: Den letzten Dreier holte das Team von Trainer Günter Appelt am 7. Dezember des vergangenen Jahres beim 3:2 über Rot-Weiß Ahlen.

Der SV Zweckel erwägt allerdings, gegen die Wertung des gestrigen Spiels Protest einzulegen. Der Grund: Stürmer Seyit Ersoy war für die Begegnung mit Rheine gesperrt worden. Warum der Angreifer des SVZ nicht auflaufen durfte, ließ sich aber nicht klären. Ein Anruf beim Staffelleiter blieb laut Auskunft von SVZ-Boss Ulrich Wloch erfolglos. Fakt ist: Gelbgesperrt war Ersoy nicht, und der ehemalige Wattenscheider war am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen den ASC 09 Dortmund auch nicht des Feldes verwiesen worden. „Wir werden uns kundig machen und dann eine Entscheidung treffen“, so Wloch zur WAZ unmittelbar nach Spielschluss.

Wloch hatte wie die Zuschauer eine hektische Schlussphase gesehen. Die Rheinenser lagen mit 2:0 in Führung, als SVZ-Torwart Dennis Grüger einen Eintracht-Angreifer im Strafraum zu Fall brachte. Es gab Elfmeter für den Gast und – Glück für die Gladbecker – keine Rote Karte für den Schlussmann. Scherping verwandelte den Strafstoß. Es stand 3:0 (74.) für die Eintracht, das Spiel war entschieden.

Daran änderte auch der Treffer von Lukas Tomanek nicht. Der A-Jugendliche des SV Zweckel, der von Beginn an randurfte, erzielte in der 78. Minute das 1:3. Kurze Zeit später sah Can Ucar wegen Meckerns die Ampelkarte. Der Außenverteidiger der Gladbecker verstand die Welt nicht mehr. „Ich habe doch gar nichts gesagt“, rief er, als ihn der Unparteiische Thomas Altgeld aus Witten vom Platz schickte. Trainer Günter Appelt folgte bald darauf. Er hatte sich über einen Linienrichter aufgeregt.

Rheine nutzt seine zweite Chance

Es blieb letztlich beim Spielstand von 1:3. Die Niederlage ließ sich jedoch nicht am Schiedsrichter-Gespann festmachen, sondern an einer altbekannten Zweckeler Schwäche. In der ersten Halbzeit waren die Platzherren nämlich keinen Deut schwächer als der Gegner. Doch während dieser seine zweite Chance durch Hölscher (28.) zur Führung nutzte, vergaben Jan Trampe (6.) und Elvis Salja (9.) gleich in der Anfangsphase zwei gute Gelegenheiten. Und in der 23. Minute klärte nach Trampe-Kopfball ein Abwehrmann der Eintracht kurz vor der Torlinie.