Zurück auf der Kirchhellener Asche

Der Gast aus Duisburg staunt. „Den alten Ascheplatz, den habt ihr immer noch?“, fragt der ehemalige Fußballprofi Carsten Wolters, mittlerweile Trainer der U 19 des MSV Duisburg, ungläubig. „Um den geht es?“

Erfreuter MSV

Genau. Um den geht es. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Hartplatz an der Loewenfeldstraße einem Kunstrasenplatz weichen. Der VfB Kirchhellen tut derzeit alles dafür, seinen Beitrag leisten zu können. 150 000 Euro sind das Ziel, die 100 000-Euro-Marke wurde vor ein paar Wochen geknackt.

Kürzlich standen die VfB-Tage ganz im Zeichen der Aktion „Aus Rot wird Grün“, und schon kündigen die Kirchhellener den nächsten Höhepunkt an. Am Samstag, 18. Juli, ist die Bezirkssportanlage an der Loewenfeldstraße Austragungsort eines hochkarätigen Testspiels. Zu Gast sind die Nachwuchsmannschaften des Zweitligisten MSV Duisburg und des Bundesligisten Werden Bremen. „Nach den Aktionen unserer Alten Herren wollen wir mit diesem Topspiel daran erinnern, warum wir dieses Ziel verwirklichen wollen. Unser Nachwuchs soll auch bei schlechtem Wetter spielen können“, sagt Projektleiter Georg Garz.

Und wer könnte besser demonstrieren, wie viel Wert eine gute Ausbildung im Fußball ist, als die U 19-Junioren aus den Nachwuchsbundesligen? Der VfB-Vorsitzende Werner Breit freut sich schon jetzt auf den Fußballleckerbissen. „Mit den Europameisterschaften der U 17 und der U 21 standen die Jungen zuletzt hoch im Kurs. Und auch dieses Testspiel wird bei vielen Fußballfans der Region sicherlich auf Interesse stoßen.“

Mirko Votava, ehemaliger Bundesligaprofi und fünffacher deutscher Nationalspieler, ist der U19-Trainer bei Werder Bremen. Er sagte sofort zu, als die Anfrage aus dem Ruhrgebiet kam. Einzige Bedingung: „Besorgt mir einen guten Gegner!“ Naturgemäß versuchten es die Kirchhellener bei den Blau-Weißen in Gelsenkirchen, zumal der FC Schalke 04 amtierender AJugend-Meister ist. Doch die Vorbereitungspläne der Teams ließen sich nicht zusammenbringen.

Erfolg hatte der VfB beim MSV Duisburg. U 19-Coach Wolters, der es sich nicht nehmen ließ, bei der Präsentation der Begegnung vor Ort zu sein, sieht die Partie als echten Prüfstein für seine neue Mannschaft. „Ein solcher Gegner, und dann noch auf einer Sportanlage vor der Haustür, klar, dass ich da zugreife.“

2014/2015 schlossen die Zebras auf Platz zehn der Bundesliga-West ab. Die Bremer wurden in der Staffel Nord/Nordwest Siebter, halten in der Ewigen Tabelle sogar Platz eins. Garz freut sich: „Seitdem die Bundesliga für die A-Junioren gegründet wurde, war Werder immer oben mit dabei. Ich denke, sie werden leicht favorisiert sein.“