Wiesbaden weint nach dem Wunder

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Was wir bereits wissen
Große Gefühle nach dem Sieg in Krefeld und die Hagener Presse lobt VfL-Keeper Tesch.

Schon kurz nach dem Schlusspfiff war die 22:31-Niederlage des VfL Gladbeck für Trainer Sven Deffte abgehakt. Die ersatzgeschwächten Gladbecker waren chancenlos gewesen und so gab es die erwartete Niederlage. „VfL Eintracht besiegt Gladbeck am Ende standesgemäß“ titelte zum Beispiel die Hagener „Westfalenpost“, nur in den ersten 25 Minuten habe eine Überraschung in der Luft gelegen – schuld sei ein in Hagen alter Bekannter: „Der frühere Eintracht-Keeper Andreas Tesch hielt, was zu halten war.“

Eintracht Hagen bleibt so zumindest in Sichtweite hinter Spitzenreiter TuS Ferndorf, der sich bei Kellerkind Gummersbach klar mit 31:23 durchsetzte und so den Drei-Punkte-Vorsprung in der Tabelle behielt.

Eine Überraschung schaffte dagegen der nächste Gegner des VfL Gladbeck, die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden, die beim Dritten HSG Krefeld siegte. „Das Drittliga-Schlusslicht meldet sich zurück“, meinte der Wiesbadener Kurier und notierte ganz große Gefühle: „Danic Seiwert ließ den Emotionen freien Lauf. Und nicht nur er. ,Ich habe noch nie so viele Männer weinen sehen’, erklärte Seiwert noch Stunden später. Gerührt. Glücklich. Doch was war passiert? Eine Sensation. Eigentlich sogar ein Wunder.“ Am Samstag müsse Wiesbaden nun in Gladbeck nachlegen.

Das „Wunder“ von Krefeld war der einzige Sieg eines Abstiegskandidaten: Neuss und Soest spielten Remis, Duisburg verlor in Schalksmühle genau wie Gladbeck und Gummersbach, das gegen Tabellenführer Ferndorf, wie bereits erwähnt, trotz erneuter Unterstützung aus dem Bundesliga-Team chancenlos war.

Diese von einigen Trainern kritisierte Personalpolitik wird Gummersbach wohl auch am kommenden Wochenende beibehalten, wenn der VfL II die Mannschaft aus Schalksmühle empfängt. Für die Bundesligamannschaft geht es nämlich erst am 14. Februar in der selbsternannten „stärksten Liga der Welt“ in Magdeburg weiter.