Wie geht’s bei den Preußen weiter?

Nach dem vergangenen Spieltag der Fußball-Bezirksliga fand André Marcussen, Übungsleiter von Preußen Gladbeck, deutliche Worte. „Ich habe als Trainer versagt. Vermutlich erreiche ich die Jungs nicht“, so der Trainer nach der 0:7-Klatsche beim TuS Haltern II. „Damit“, so der Trainer, „hake ich den Klassenerhalt ab.“

Zwar ist der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich, doch der Abstand der Gladbecker zum rettenden Ufer beträgt derzeit fünf Punkte. Die Partien gegen die direkten Konkurrenten im Tabellenkeller sind gespielt. Auf heimischem Boden empfangen die Preußen nun den Ligafünften Vorwärts Epe. Im Hinspiel gab es eine 0:7-Klatsche. Damit es den Schwarz-Gelben nicht wieder so ergeht, appelliert Marcussen an seine Schützlinge: „Gespräche haben wir genug gehabt. Jetzt ist die Mannschaft gefragt, ob sie sich wieder blamieren will.“

Viel spannender ist die Frage, wie es bei den Preußen weitergehen wird. Marcussen gab zwar sein Wort, auch in der neuen Saison das Team zu trainieren. Doch in den letzten Wochen hat er sich von seinen Akteuren im Stich gelassen gefühlt. „Die Faktoren“, so der Trainer zuletzt, „welche zu dem Desaster geführt haben, können so nicht weitergehen.“ Es fehle schlichtweg die Einstellung bei vielen Spielern. Nur bei einem großen Neuanfang ist Marcussen wohl bereit, sein Wort zu halten. Ob das wiederum der Vorstand möchte, scheint fraglich. Anstoß: So., 15 Uhr, Konrad-Adenauer-Allee.