Wacker Gladbeck: Klaus Kilian übernimmt

Alexander Jagielski ist derzeit Bauarbeiter an mehreren Baustellen von Wacker Gladbeck.
Alexander Jagielski ist derzeit Bauarbeiter an mehreren Baustellen von Wacker Gladbeck.
Foto: Ulrich von Born / WAZ
Was wir bereits wissen
Kilian wird Trainer der „Ersten“. Derweil ist der stellvertretende Vorsitzende von Wacker, Alexander Jagielski, an „mehreren Baustellen“ gefordert.

Heute: Zunächst einmal die positive Nachricht. Klaus Kilian, bisher Linienchef bei SW Buer-Bülse, übernimmt zur kommenden Saison Wacker Gladbeck. Carlos Gomes Engagement war bekanntlich zeitlich begrenzt.

Kilian-Verpflichtung ganz zufällig

Mit Kilian gelang Jagielski nun ein echter Coup. Wie hat der stellvertretende Vorsitzende das gemacht? „Wir haben uns nach dem Spiel in der letzten Saison ganz zufällig unterhalten und so kam das Ganze zustande“, erörterte Jagieslki. „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen.“ Vor noch nicht allzu langer Zeit leitete Kilian eine Trainingseinheit der Butendorfer A-Junioren. „Den Jungs hat es gefallen und Kilian hat vor zwei Jahren in Bülse eine ähnliche Situation vorgefunden.“ Gemeint sind: Spielermangel und Abstiege.

Vergangenheit: Wacker Gladbeck geht es dennoch nicht gut. Die letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Drei Abstiege in zwei Jahren mussten die Butendorfer verkraften – die Erstvertretung fiel bekanntlich aus der Kreisliga A in die unterste C-Klasse ab. Personell verließen circa vier Mannschaften die Schwarz-Gelben in dieser Zeit. Aktuell gibt es einmal mehr eine große Anzahl an Abmeldungen zu verdauen. Die Zweitvertretung konnte die B-Liga in der Spielzeit 2013/14 ebenfalls nicht halten. Aktuell steht diese noch ohne Trainer dar. „Wir haben viel Baustellen“, muss Jagielski zugeben, der entsprechend als omnipräsenter „Bauarbeiter“ an mehreren Einsatzorten gefordert ist.

Zukunft: Ein Ascheplatz als Heimstätte und Kreisliga C - kein Magnet für Spieler und Mitglieder. Zum Standort-Nachteil kommen sportlicher Misserfolg. Wie das zusammen hängt, darüber darf munter philosophiert werden. „Wacker war in seiner Historie nur selten ein Magnet“, erklärte Jagielski, der aus seinen bescheidenen Möglichkeiten naturgemäß das Beste machen möchte. „Die Chemie und das Klima zwischen Trainer und Team müssen stimmen. Ist das der Fall spricht sich das in Gladbeck schnell rum.“